Symbolbild
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Ein Stück Fleisch, das mehr erzählt als jede Speisekarte: Wer im Herbst 2026 im Bliesgau ein Lammgericht bestellt, isst nicht einfach nur gut. Er unterstützt eine Landwirtschaft, die Wiesen pflegt, Artenvielfalt bewahrt und regionales Handwerk am Leben hält. Genau darum drehen sich die Bliesgau-Lammwochen, die vom 25. September bis zum 11. Oktober 2026 das Lamm aus dem UNESCO-Biosphärenreservat in den Mittelpunkt stellen.

Renommierte Köchinnen und Köche aus dem Saarland und der angrenzenden Grenzregion zeigen in dieser Zeit, wie vielseitig Lammfleisch sein kann. Das Produkt ist untrennbar mit der Kulturlandschaft des Bliesgaus verbunden. Die Tiere wachsen auf den kräuterreichen Wiesen des Reservats auf, und ihre extensive Weidehaltung erhält jene charakteristische Mischung aus Wald, Büschen und Grünflächen, die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet.

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Die Geschichte der Veranstaltung reicht bis ins Jahr 2003 zurück. Damals hatte Rudolf Schwarz, bekannt als der KUNSTSCHÄFER, die Idee zu den ersten Lammwochen. Sein Ziel war es, die Schäferei in der Region zu stärken. Heute stammen die Schafe von den Schäfern Dawo und Uhl aus Blieskastel. Kurze Transportwege und die enge Zusammenarbeit zwischen Schäfereien, Metzgerei und Gastronomie stehen beispielhaft für eine nachhaltige, regionale Wertschöpfung.

Während der Aktionswochen setzen die teilnehmenden Restaurants auf mehr als nur klassische Rezepte. Neben traditionellen Gerichten entstehen kreative Menüs und moderne Interpretationen, bei denen das Tier möglichst vollständig verarbeitet wird. So verbinden die Köchinnen und Köche kulinarische Fantasie mit einem verantwortungsvollen Umgang mit hochwertigen Lebensmitteln.

„Die Bliesgau-Lammwochen stehen für das, was den Bliesgau ausmacht: hochwertige regionale Lebensmittel, engagierte Erzeuger und Spitzenköche, die aus besten Zutaten außergewöhnliche Gerichte schaffen. Gleichzeitig leisten unsere Schäfereien einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft des Biosphärenreservats“, betonen die Veranstalter.

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Den Auftakt bildet traditionell ein internationaler kulinarischer Film. Am Freitag, 25. September, läuft in der Kinowerkstatt St. Ingbert um 19 Uhr der französische Spielfilm „Geliebte Köchin“, im Original „La passion de Dodin Bouffant“, mit Juliette Binoche in der Hauptrolle als freiheitsliebende Meisterköchin. Im Anschluss sind die Besucherinnen und Besucher zu einem kleinen Imbiss eingeladen. Karten gibt es ausschließlich über die Kinowerkstatt.

Insgesamt beteiligen sich sieben Restaurants aus dem Bliesgau und den benachbarten Regionen an der Aktion und machen sie zu einem Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Biosphärenreservats. Als Erinnerung erhalten die Gäste eine Broschüre zur Geschichte der Lammwochen, versehen mit dem persönlichen Stempel des jeweiligen Kochs. Die Veranstaltung lädt dazu ein, regionale Spitzenküche zu entdecken und zu erleben, wie eng Genuss, Nachhaltigkeit und Naturschutz im Bliesgau zusammenhängen.

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