Wie lässt sich das Saarland klimafreundlicher gestalten? Mit welchen Mitteln wird Wasserstoff zum Treibstoff einer neuen Energieära? Antworten auf solche Fragen haben in den vergangenen Wochen nicht etwa Ingenieurbüros oder Forschungsinstitute geliefert, sondern Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Land. Beim dritten saarländischen Schülerwettbewerb „wasSAARstoff“ der Wasserstoffagentur H2Saar zeigten sie, dass die Energiewende längst auch in Klassenzimmern angekommen ist.
Bei der Preisverleihung würdigte Bildungsstaatssekretärin Jessica Heide die Beiträge der Nachwuchsforscher persönlich. „Die Herausforderungen von Klimaschutz, Energiewende und wirtschaftlicher Transformation brauchen kreative Ideen und innovative Lösungen“, betonte sie. Gerade deshalb sei es entscheidend, dass junge Menschen früh die Gelegenheit bekämen, Zukunftstechnologien zu begreifen und selbst Hand anzulegen. Die eingereichten Arbeiten hätten sie mit ihrer „Neugier, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein“ beeindruckt – Erfahrungen, die MINT-Kompetenzen stärkten und Mut machten, die Zukunft mitzugestalten.
Der Wettbewerb war dabei bewusst zweigleisig angelegt. Während sich die Grundschulkinder mit Plakaten und Kurzvorträgen daran abarbeiteten, wie ihre Heimat klimafreundlicher werden könnte, entwickelten die älteren Jahrgänge digitale Schnitzeljagden mit der App „Actionbound“ – interaktive Erkundungstouren rund um das Thema Wasserstoff im Saarland.
In der Kategorie der Grundschulen setzten sich die FGTS der Galileo-Schule gemeinsam mit der Grundschule Bexbach an die Spitze. Den zweiten Rang sicherten sich die „CO2-frei-Stadt-Helden“ aus Ludweiler, gefolgt von der Grundschule Hohe Wacht in Saarbrücken auf Platz drei. Bei den weiterführenden Schulen stellten sich das Willi-Graf-Gymnasium Saarbrücken, das Technisch-Wissenschaftliche Gymnasium Dillingen und das Von der Leyen-Gymnasium Blieskastel der Fachjury. Diese vergab am Ende kurzerhand zwei erste Plätze – an das Von der Leyen-Gymnasium und das Willi-Graf-Gymnasium. Dillingen belegte den dritten Rang.
Für Wirtschaftsminister Jürgen Barke ist das Engagement der Jugendlichen ein Signal weit über die Schulen hinaus. „Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für die klimaneutrale Transformation unserer Wirtschaft“, erklärte er. Der Wettbewerb mache sichtbar, wie früh sich junge Menschen im Saarland mit den Technologien von morgen auseinandersetzten und eigene Lösungen entwickelten. Innovation entstehe genau dort, wo „Wissen, Kreativität und Praxis zusammenkommen“ – und damit werde zugleich die Innovationskraft des Landes gestärkt.
Dass „wasSAARstoff“ mehr ist als ein gewöhnliches Schulprojekt, zeigt der Brückenschlag zwischen Lehrplan und Lebenswirklichkeit. Teamarbeit, Problemlösung, Präsentationsfähigkeit – all diese Kompetenzen werden trainiert, während die Teilnehmenden eine Schlüsseltechnologie der Energiewende verstehen lernen. Die Bandbreite reicht vom selbstgemalten Plakat bis zur programmierten Rallye, die andere durch die Wasserstoffwelt führt.
H2Saar-Geschäftsführerin Dr. Bettina Hübschen zeigte sich nach der Preisverleihung sichtlich beeindruckt. „Es ist absolut faszinierend zu sehen, mit wie viel Kreativität und Tiefgang sich die Schülerinnen und Schüler im Saarland mit dem Thema Wasserstoff auseinandersetzen“, sagte sie. Ihr Dank galt allen Teilnehmenden: „Die H2Saar gratuliert allen Gewinnerinnen und Gewinnern von Herzen – ihr habt uns heute alle inspiriert!“



















