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Wer künftig einen Zahnersatz benötigt, muss tiefer in die Tasche greifen. Ab 2027 sinkt durch die beschlossene Gesundheitsreform der Bonus, den die Krankenkassen für regelmäßige Kontrollbesuche zahlen. Für viele Versicherte bedeutet das: Kronen, Brücken und Implantate werden spürbar teurer. Eine private Zahnzusatzversicherung kann diese Lücke schließen – und die Stiftung Warentest hat nun geprüft, welche Policen sich lohnen.

Insgesamt nahmen die Tester 278 Tarife unter die Lupe, die allen gesetzlich Versicherten in Deutschland offenstehen. Um die Auswahl übersichtlicher zu machen, ordneten sie die Angebote drei Kundentypen zu. Am unteren Ende steht die Kategorie „Kasse genügt“ für den reinen Basisschutz. Wer mehr Absicherung wünscht, findet unter „Gut und günstig“ den Mittelweg, während „Rundum sorglos“ das volle Leistungspaket verspricht. Bewertet wurden dabei die Erstattungen für Regelversorgung, privatzahnärztliche Behandlungen, Inlays und Implantate sowie die jährlichen Leistungsgrenzen.

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Das Ergebnis fällt für Verbraucher erfreulich aus. Für nahezu jeden Bedarf und jedes Budget gibt es eine passende Police – und im Vergleich zu älteren Verträgen bekommen Kunden heute oft mehr Leistung zum niedrigeren Preis. Besonders bei Implantaten und Inlays hätten neuere Tarife spürbar aufgeholt, so die Einschätzung der Prüfer.

Entscheidend ist jedoch der richtige Zeitpunkt für den Abschluss. Als Faustregel gilt: rund um das 40. Lebensjahr. Wer eine schlechte Zahnsubstanz hat, sollte früher handeln. Denn die Versicherung greift nur bei Behandlungen, die erst nach Vertragsabschluss diagnostiziert werden. „Wer bereits vor dem Abschluss der Versicherung eine Behandlung begonnen hat, geht leer aus. Deshalb gilt: möglichst abschließen, solange die Zähne noch in Ordnung sind – und unbedingt vergleichen“, rät Susanne Meunier, Expertin der Stiftung Warentest.

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Wer bereits versichert ist, sollte einen Wechsel gut abwägen. „Bei einem neuen Anbieter können die Wartezeiten wieder von vorne beginnen“, warnt Meunier. Ein Umstieg falle allerdings leichter, wenn man innerhalb desselben Anbieters in einen anderen Tarif wechsle, da viele Versicherer verschiedene Konditionen im Portfolio hätten.

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Für preisbewusste Kunden gibt es gute Nachrichten. Wer sich für einen „Kasse genügt“-Tarif entscheidet, zahlt im Schnitt nur zwischen 9 und 15 Euro monatlich und erhält den Eigenanteil bei der Regelversorgung erstattet. Umfassenden Schutz auch für kostspielige Eingriffe bieten die „Rundum sorglos“-Angebote. Hier bleiben Versicherte meist völlig ohne Zuzahlung, weil die Policen etwa bei Implantaten Summen von mehr als 4.000 Euro abdecken. Für eine 43-jährige Modellperson kosten die besten dieser Tarife zwischen 41 und 90 Euro im Monat.

Auch die früher gefürchteten Wartezeiten gehören weitgehend der Vergangenheit an. Viele Versicherer übernehmen Kosten sofort oder verkürzen die Frist auf drei Monate. Bei fast allen Tarifen greift jedoch eine Staffelung: Die volle vereinbarte Summe wird oft erst nach vier Jahren ausgezahlt.

Ein Hinweis noch für besondere Fälle: Menschen mit sehr geringem Einkommen können auf Antrag die vollständige Übernahme der Regelversorgung durch ihre Krankenkasse erhalten. Privat Krankenversicherte hingegen können grundsätzlich keine solche Zusatzpolice abschließen, da der Zahnschutz bei ihnen bereits Teil des Versicherungsvertrags ist. Die ausführlichen Ergebnisse samt Tarifrechner erscheinen in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanzen und sind online unter test.de abrufbar.

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