Foto: Bill Titze

Projekte möglich machen, die Vereine mit eigenen Mitteln nicht stemmen könnten. Das ist das Ziel des Projekts „WirWunder“, das die Sparkassen mit der Website betterplace.org auf die Beine gestellt haben. Wie hilfreich die Plattform ist, zeigt ein Vorhaben des Obst- und Gartenbauvereins Erbach (OGV), das durch „WirWunder“ ermöglicht wurde.

Es ist wahrscheinlich eines der ältesten Gebäude im Homburger Stadtteil Erbach: die  Mosterei und Brennerei des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins. Über 100 Jahre ist der langgestreckte, weiße Bau in der Steinbachstraße schon alt. Leider sieht man das mittlerweile auch. Denn schön sieht die Fassade nicht mehr aus. Farbe blättert ab und einige Risse sind auch schon zu sehen.

Zeit für eine Renovierung also. Doch das ist in Corona-Zeiten für den OGV leichter gesagt als getan. Schließlich brechen die Einnahmen seit vergangenem Jahr weg, wie der 1. Vorsitzende Edgar Emser erklärt. „Das sind Gelder im vierstelligen Bereich, die wegen der  Schließung unserer Gaststätte fehlen.“ Das bei laufenden Kosten wie Versicherungen und Strom. Und dennoch kann sich der Erbacher Traditionsverein in diesem Sommer einen neuen Anstrich für die Fassade leisten.

Möglich macht das ein Projekt mit dem Namen „WirWunder“, das von den Sparkassen und der Spendenplattform betterplace.org initiiert wurde. Dabei wird unter https://www.wirwunder.de/saarpfalz kostenfrei eine Plattform zur Verfügung gestellt, auf der Vereine für ihre Projekte werben können. Da geht es um so unterschiedliche Anliegen wie neue Jugendräume, die Erneuerung von Schlagzeug und die Einrichtung eines Schul-Bolzplatzes. Oder eben eine Fassadenerneuerung.

Abblätternde Farbe und der ein oder andere Riss – die Fassade braucht sichtlich eine Renovierung. – Foto: Bill Titze

Für die sind seit Anfang des Jahres bereits 39 Spenden eingegangen. Bis gestern Mittag konnten so vom OGV Erbach exakt 2478 Euro akquiriert werden. Knapp 500 Euro fehlen noch, um sich alle Wünsche erfüllen zu können. Das Geld für die Farbe war bereits Anfang März eingesammelt. Darüber hinaus sollen nun aber auch noch die Mittel zusammenkommen, um Holz und Eisenteile zu streichen, die zu Beginn noch nicht berücksichtigt worden waren. Auch Fensterrahmen und -läden will der Obst- und Gartenbauverein in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Doch selbst wenn noch der ein oder andere Euro für die Feinarbeiten fehlt: Beim OGV wird bereits geplant, wie Emser verrät. „Für die Erneuerung des Vereinslogos haben wir bereits ein Angebot von einem Malermeister eingeholt. Das Problem ist vor allem die Pandemie. Bevor sich da die Lage nicht verbessert hat, wollen wir nicht anfangen.“ In diesem Sommer solle es jedoch losgehen.

Bis dahin muss man sich bei dem 350 Mitglieder starken Verein noch bei einer entscheidenden Frage einig werden. Denn noch ist nicht geklärt, welche Farbe die neue Fassade eigentlich zieren soll. Zumindest die alte wird es nicht sein. „In der engeren Auswahl stehen noch Grau und Toskanarot“, erzählt der 1.Vorsitzende. So oder so dürfte die Mosterei des Obst- und Gartenbauvereins in Zukunft wieder einiges hermachen. Vielleicht sogar für weitere 100 Jahre.

 

 

 

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