Zwei prämierte Entwürfe, ein gemeinsamer Absender: Die Architekturstudierenden der Hochschule Kaiserslautern haben beim 14. Schlaun-Wettbewerb erneut bewiesen, dass sie zur Spitze des planerischen Nachwuchses im deutschsprachigen Raum gehören. Unter dem Titel „Stadtleben an der Volme“ rang in diesem Jahr eine ganze Generation junger Planerinnen und Planer um die besten Ideen für die Innenstadt von Hagen – und gleich zwei Arbeiten aus Kaiserslautern wurden von der Fachjury hervorgehoben.
Den dritten Preis im Studiengang Architektur sicherten sich Linus Thiel und Jan-Luca Barz mit ihrem gemeinsamen Entwurf. Eine zusätzliche Anerkennung ging an Caroline Wizke und Oliver Pulich. Beide Teams arbeiteten unter der Betreuung von Prof. Dipl.-Ing. Sabrina Wirtz und Prof. Dipl.-Ing. Marcus Kopper aus dem Fachbereich Bauen und Gestalten – ein Tandem, das die Kaiserslauterer Erfolgsserie in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt hat.
Die Aufgabenstellung hatte es in sich: Wie lässt sich der Volme-Raum mitten in Hagen neu denken, städtebaulich aufwerten und zukunftsfähig gestalten? Insgesamt 104 Arbeiten von 37 Hochschulen reichten Studierende und junge Absolventen ein. Bewertet wurde vor allem, wie überzeugend die Beiträge gestalterische Qualität, städtebauliche Logik und langfristige Tragfähigkeit miteinander verbinden.
„Die Auszeichnungen zeigen eindrucksvoll, dass unsere Studierenden komplexe architektonische und städtebauliche Fragestellungen auf hohem Niveau bearbeiten und überzeugende Antworten auf aktuelle Herausforderungen der Stadtentwicklung entwickeln können“, betonen Wirtz und Kopper. Besonders freue man sich über die Kontinuität, mit der Kaiserslauterer Arbeiten bei diesem anspruchsvollen Format auf den vorderen Rängen landen.
Ein Blick auf die Statistik untermauert das. Seit 2023 nahmen die Architekturstudierenden an drei der vergangenen vier Schlaun-Wettbewerbe teil – und holten in dieser Zeit fünf von 14 vergebenen Ehrungen in der Kategorie Architektur. Damit ist die Hochschule Kaiserslautern in diesem Zeitraum die erfolgreichste teilnehmende Hochschule der Wettbewerbskategorie.
Ausgelobt wird der Wettbewerb seit dem Wintersemester 2011/2012 vom Schlaun-Forum e. V. Teilnehmen dürfen Studierende ab dem vierten Fachsemester sowie Absolventinnen und Absolventen, die zum Abgabetermin das 35. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Bis zu 24.000 Euro Preisgeld werden jährlich ausgeschüttet, prämierte Arbeiten erscheinen in der Fachzeitschrift Wettbewerbe Aktuell sowie auf der Plattform Competitionline – und erreichen damit ein Publikum, das in der Branche Gewicht hat.
Überreicht wurden die Auszeichnungen am 31. Mai 2026 im Rahmen des Schlaun-Fests in Münster. Unter den Gratulantinnen war auch Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Für die vier Kaiserslauterer Studierenden ist die Trophäensammlung nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein Türöffner: Die Sichtbarkeit, die der Schlaun-Wettbewerb bietet, gilt in der Architekturszene als wertvolle Empfehlung für den Berufseinstieg.


















