Stabwechsel beim Vorsitz der Siebenpfeiffer-Stiftung: Frank John (r.) übergibt Theophil Gallo ein Abschiedsgeschenk. Foto: Anika Bäcker
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Mit dem Wechsel im Amt des Landrats ging auch an der Spitze der Siebenpfeiffer-Stiftung eine Ära zu Ende: Frank John, seit Kurzem Landrat des Saarpfalz-Kreises, wurde nun einstimmig zum neuen Vorsitzenden der Stiftung gewählt – und tritt damit die Nachfolge von Dr. Theophil Gallo an.

Die Entscheidung traf der Vorstand der Stiftung, der laut Satzung aus den eigenen Reihen den Vorsitz bestimmt. In der Sitzung wurde Gallo auch offiziell verabschiedet – nach zehn Jahren an der Spitze der Stiftung, parallel zu seiner Amtszeit als Landrat. Turnusgemäß ist der Vorsitz auf fünf Jahre begrenzt, eine Wiederwahl im Jahr 2030 ist möglich.

Im Rahmen der Sitzung überreichten die Mitglieder dem scheidenden Vorsitzenden mehrere symbolträchtige Geschenke – darunter das Buch „Herz aus Stacheldraht“ von Preisträgerin Sophia Maier, regionale Produkte aus dem Bliesgau und ein vom Künstler Volker Schmidt-Gliaugir gemaltes Porträt, das auch im neuen Siebenpfeiffer-Buch „Demokratisch bis zum Anschlag“ abgedruckt ist.

Die Stiftung wird getragen vom Saarpfalz-Kreis, den Städten Homburg und Zweibrücken sowie zahlreichen weiteren Körperschaften und Journalistenverbänden aus vier Bundesländern. Auch historische Schauplätze wie Neustadt an der Weinstraße, Rastatt, Lahr im Schwarzwald und Gemeinden aus der Region Kusel und Kaiserslautern gehören zum Kreis der Partner – allesamt Orte mit Bezug zur Lebens- und Wirkungszeit des Namensgebers Philipp Jakob Siebenpfeiffer.

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Neben der Neuwahl standen bei der Sitzung auch die klassischen Tagesordnungspunkte einer Generalversammlung auf dem Programm – darunter die Kassenprüfung, Haushaltsberatung und der Tätigkeitsbericht. Letzterer bot auch Raum für Rückschau und Diskussion: So wurde etwa die 17. Siebenpfeiffer-Preisverleihung im März beleuchtet, bei der Sophie Maier und Jan N. Lorenzen für ihre Berichterstattung rund um die AfD ausgezeichnet worden waren. Einen Sonderpreis hatte Simone Wagenhaus erhalten.

Auch das Festbankett zu Jahresbeginn kam zur Sprache – dort hatte sich SR-Intendant Martin Grasmück mit der Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Demokratie befasst.

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In seiner letzten Ansprache als Vorsitzender betonte Dr. Theophil Gallo die Bedeutung demokratischer Wachsamkeit: „Es ist ein mühsamer Weg, der ständige Aufmerksamkeit und Engagement erfordert.“ Besonders würdigte er die Hambach-Gesellschaft für historische Forschung und politische Bildung, die sich erfolgreich gegen Versuche rechter Gruppierungen zur Vereinnahmung des Hambacher Erbes gewehrt hatte. „Für dieses Durchhaltevermögen gebührt ihr höchste Anerkennung“, so Gallo.

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