Zum elften Mal ruft die Kreisstadt Homburg ihre Einwohnerinnen und Einwohner dazu auf, für drei Wochen das Auto stehen zu lassen und stattdessen in die Pedale zu treten. Vom 30. Mai bis zum 19. Juni beteiligt sich die Stadt an der bundesweiten Klima-Bündnis-Kampagne Stadtradeln – und hofft auf möglichst viele Kilometer, die auf zwei Rädern statt auf vier zurückgelegt werden.
Das Prinzip ist denkbar einfach: Wer in Homburg lebt, arbeitet, zur Schule oder Hochschule geht oder einem örtlichen Verein angehört, kann sich unter stadtradeln.de/homburg anmelden und einem bestehenden Team beitreten oder selbst eines gründen. Während der 21 Aktionstage zählt dann jeder geradelte Kilometer – ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Am Ende winken nicht nur Preise, sondern vor allem ein messbarer Beitrag zum Klimaschutz.
Dass dieser Beitrag alles andere als symbolisch ist, zeigen die Zahlen: Rund ein Fünftel der klimaschädlichen CO₂-Emissionen in Deutschland entfallen auf den Verkehrssektor. Innerhalb der Städte verursacht der Verkehr sogar ein Viertel des gesamten verkehrsbedingten Kohlendioxid-Ausstoßes. Würden etwa 30 Prozent aller Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt, ließen sich bundesweit rund 7,5 Millionen Tonnen CO₂ einsparen. Jede einzelne Fahrt zählt also.
Besonders engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich als sogenannte Stadtradeln-Stars bewerben. Sie verpflichten sich, während des gesamten Aktionszeitraums komplett auf das Auto zu verzichten und ausschließlich das Fahrrad zu nutzen. Ihre Erfahrungen als Alltagsradelnde dokumentieren sie in einem eigenen Blog, der anderen Mut machen soll, es ihnen gleichzutun. Die Stars fungieren damit als Vorbilder, die zeigen, dass ein autofreier Alltag auch in einer Stadt wie Homburg machbar ist.
Seit 2008 bringt das Stadtradeln in ganz Deutschland Kommunalpolitik und Bürgerschaft gemeinsam aufs Rad. In Homburg hat die Aktion mittlerweile Tradition, und die Stadt setzt darauf, dass sich auch in diesem Jahr möglichst viele Menschen beteiligen – ob als eingefleischte Radpendler oder als Gelegenheitsfahrer, die den Aktionszeitraum zum Anlass nehmen, neue Wege auszuprobieren. Wer Fragen zur Teilnahme hat, erreicht Jessica Jung im Rathaus unter der Telefonnummer 06841/101-108 oder per E-Mail an jessica.jung [at] homburg.de.





















