Wenn Christiane Scheer-Schwan als Clownin Pini durch die Flure der Kinderklinik am Universitätsklinikum des Saarlandes streift, vergessen kleine Patientinnen und Patienten für einen Moment Infusionsständer und Krankenzimmer. Damit das so bleiben kann, hat der Lions Club Homburg erneut tief in die Tasche gegriffen: Am 17. März 2026 übergaben Susanne Flieger, Dorothea Groß und Philipp Burgard vom Clubvorstand einen Scheck über 5.000 Euro direkt in der Kinderklinik des UKS.
Das Geld stammt vollständig aus dem Erlös eines Benefizkonzerts unter dem Titel „Orgel & Sax“, das zu Jahresbeginn in der Evangelischen Stadtkirche in Homburg stattfand. Stefan Ulrich an der Kirchenorgel und Thomas Girard an Saxophon und Flöte gestalteten den Abend musikalisch. Die Nachfrage übertraf offenbar alle Erwartungen. „Wir waren überwältigt vom großen Interesse – schnell war die Kirche voll und alle Tickets verkauft“, berichtete Susanne Flieger, die das Konzert federführend organisiert hatte. Sämtliche Einnahmen fließen ohne Abzüge an die beiden Klinikclowns Pini und Pompom.
Philipp Burgard, der demnächst die Präsidentschaft des Lions Club Homburg übernimmt, bezeichnete die Unterstützung der Klinikclowns als persönliches Anliegen. Bereits jetzt gebe es Überlegungen, die Konzertreihe auszuweiten und dabei auch jungen Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern eine Bühne zu bieten. Damit könnte der Lions Club künftig gleich doppelt wirken – als Förderer der Klinikarbeit und als Sprungbrett für musikalische Talente.
Hinter den Figuren Pini und Pompom stehen Christiane Scheer-Schwan und ihr Ehemann Michael Schwan, die beide eine fundierte Ausbildung mitbringen. Scheer-Schwan ist examinierte Krankenschwester und arbeitet seit mehr als 25 Jahren als Klinikclownin. Ihre dreijährige Ausbildung an einer Berufsfachschule für Clowns ergänzte sie durch Zusatzqualifikationen für den medizinischen und pflegerischen Bereich. Michael Schwan, von Haus aus Diplom-Ingenieur, ließ sich ebenfalls zum Clown ausbilden und absolvierte darüber hinaus Workshops an einer Schule für Tanz und Theater. Gemeinsam schaffen die beiden einen spielerischen Zugang zu den erkrankten Kindern, der weit über bloße Unterhaltung hinausgeht.
Prof. Dr. Michael Zemlin, kommissarischer Ärztlicher Direktor des UKS und zugleich Direktor der Kinderklinik, ordnete die Bedeutung des Clown-Duos klar ein: „Pini und Pompom sind Teil des therapeutischen Teams und leisten eine wertvolle psychosoziale und psychologische Unterstützung. Sie haben ein sehr feines Gespür für die Ängste und Unsicherheiten der Kinder und sorgen für eine positive Atmosphäre. Damit fördern sie das Wohlbefinden und die Genesung.“ Sein Fazit fiel unmissverständlich aus: „Pini und Pompom sind aus unserem Klinikalltag nicht mehr wegzudenken.“
Finanziert wird die Arbeit der beiden Klinikclowns ausschließlich über Spenden. Seit September 2023 koordiniert der Förderverein Kinderinsel Homburg e.V. die Einsätze und kümmert sich um deren Abwicklung. Der Verein engagiert sich darüber hinaus mit einem breiten Spektrum an Hilfsangeboten rund um die Kinderklinik – von Sachspenden über unmittelbare Unterstützung für Familien bis hin zu Aufklärungsarbeit über verschiedene Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter.
Die Spende des Lions Club sichert, dass kranke Kinder und ihre Familien auch in den kommenden Monaten auf die aufmunternden Besuche von Pini und Pompom zählen können. Wer die Klinikclowns ebenfalls unterstützen möchte, kann sich an die Kinderinsel Homburg e.V. wenden oder eine zweckgebundene Spende über die Vereinswebseite kinderinsel-homburg.de veranlassen.




















