sausage grilled on griller outdoors
Symbolbild - Foto: Bruno Kelzer

Wenn im Sommer der Grill glüht und die Salatschüsseln auf dem Gartentisch stehen, lauert eine Gefahr, die man mit bloßem Auge nicht erkennt. Steigende Temperaturen sorgen nämlich nicht nur für gute Laune, sondern auch für ein rasant wachsendes Risiko: Lebensmittel verderben schneller, und die Zahl der Lebensmittelinfektionen nimmt zu. Darauf weist die Verbraucherzentrale Saarland in einer aktuellen Mitteilung hin.

Besonders tückisch ist die Geschwindigkeit, mit der sich Keime bei Wärme vermehren. Aus einer Handvoll Salmonellen können bei Zimmertemperatur innerhalb weniger Stunden Tausende werden. Empfindlich reagieren vor allem rohes Fleisch, Wurst, Milchprodukte und alle Gerichte, die rohes Ei enthalten. Wer solche Speisen konsequent kühlt, schützt damit gleich zweifach: die eigene Gesundheit und die Haltbarkeit der Lebensmittel, die sonst schneller im Müll landen.

Einmal verdorben, hilft auch kein nachträgliches Kühlen mehr. „Lebensmittel sollten nie lange ungekühlt in der Sonne stehen. Auch das nachträgliche Kühlen macht sie nicht wieder sicher“, betont Julienne Klos, Lebensmittelreferentin der Verbraucherzentrale Saarland. Für Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem kann der Verzehr solcher Speisen ernste Folgen haben.

Der wirksamste Schutz beginnt schon vor dem Fest, nämlich bei der Planung. Wer nur so viel einkauft und zubereitet, wie tatsächlich gegessen wird, verhindert unnötige Abfälle von vornherein. Kühlpflichtige Produkte gehören beim Transport zuletzt eingepackt, am besten in einer Kühlbox mit Akkus, die sich für Picknick und Grillfest gleichermaßen eignet.

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Beim Grillen selbst kommt es auf die richtige Temperatur an. Fleisch sollte immer gut durchgegart werden und dabei mindestens 70 Grad Celsius Kerntemperatur erreichen. Warme Speisen bleiben über 65 Grad Celsius sicher oder müssen rasch abgekühlt und zügig verzehrt werden. Ebenso wichtig ist saubere Küchenhygiene: Hände und Geräte gründlich reinigen, für Fleisch und Gemüse getrennte Schneidebretter verwenden und empfindliche Zutaten wie rohe Eier, Hackfleisch oder Meeresfrüchte stets frisch kaufen und schnell aufbrauchen.

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Mit diesen einfachen Regeln lässt sich der Sommer unbeschwert genießen, ohne dass das Grillfest zur Keimzeit wird. Die Verbraucherzentrale Saarland versteht ihren Rat als doppelten Gewinn, denn wer vorausschauend plant und richtig kühlt, schont am Ende nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch den Geldbeutel und die Umwelt.

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