Symbolbild Foto: Von Alexander Blum (www.alexanderblum.de), Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25098002
Anzeige

Wer am kommenden Wochenende mit dem Auto verreisen möchte, sollte Geduld mitbringen. Der ADAC rechnet vom 24. bis 26. Juli mit einem neuen Höhepunkt des Ferienverkehrs. Zwar starten in keinem weiteren Bundesland die Sommerferien, doch mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg befinden sich mittlerweile fast alle Länder im Ferienmodus. Hinzu kommen die laufenden Schulferien in den Nachbarstaaten, die den Transit- und Urlaubsverkehr zusätzlich anschwellen lassen.

Besonders unter Druck geraten die klassischen Ferienachsen: Wer in Richtung Alpen, nach Süddeutschland oder an Nord- und Ostsee unterwegs ist, muss mit langen Stehzeiten rechnen. Bei schönem Wetter kommt der Ausflugsverkehr dazu. Rund um Seen, in den Mittelgebirgen und im Alpenraum füllen sich dann die Straßen zusätzlich.

Anzeige

Die stärksten Belastungen erwartet der Automobilclub am Freitagnachmittag bis in die Abendstunden sowie am Samstagvormittag. Am Wochenende mischt sich zudem der Rückreiseverkehr aus den Urlaubsregionen unter die Anreisenden und sorgt für ein erhöhtes Stauaufkommen. Für zusätzliche Bremswirkung sorgen rund 1.000 Baustellen auf den deutschen Autobahnen.

Zu den besonders gefährdeten Strecken zählen die A1 zwischen Fehmarn und Köln, die A3 von Oberhausen über Frankfurt bis Passau sowie die A5 zwischen Kassel und Basel. Auch die A7 auf ihrer gesamten Länge von Flensburg bis Füssen, die A8 in Richtung Salzburg und die A9 zwischen Leipzig und München gelten als neuralgische Punkte. Verzögerungen drohen ebenso auf dem Berliner Ring, den Küstenzubringern im Norden sowie den Alpenstrecken A95 und A96. Für schwere Lkw über 7,5 Tonnen gilt bis einschließlich 31. August das samstägliche Ferienfahrverbot zwischen 7 und 20 Uhr.

Auch jenseits der Grenzen bleibt die Lage angespannt. In Österreich sind vor allem die Transitrouten betroffen, darunter die Tauern-, die Inntal- und die Brennerautobahn. Die Sanierung der Luegbrücke verschärft die Situation zusätzlich, ebenso wie die Engstellen an Arlberg und Fernpass. In der Schweiz stauen sich die Fahrzeuge erfahrungsgemäß am Gotthard und am San Bernardino, während in Italien die Brennerroute und die Verbindungen Richtung Mailand und Genua als kritisch gelten. Am Montag, dem 27. Juli, greift in Tirol erneut eine Blockabfertigung für den Schwerverkehr.

Ein besonderes Hindernis erwartet Reisende in die Niederlande: Die A12 zwischen Grijsoord und Maanderbroek ist von Freitag, 21 Uhr, bis Montag, 5 Uhr, komplett gesperrt. Wer an die niederländische Nordseeküste möchte, muss deutlich längere Umleitungen und Fahrzeiten einkalkulieren. An den deutschen Grenzen können außerdem die Grenzkontrollen zu Wartezeiten führen.

Anzeige

Der ADAC rät allen, die flexibel planen können, den Freitagnachmittag und den Samstagvormittag zu meiden. Vor dem Start empfiehlt sich ein Blick auf die aktuelle Verkehrslage sowie großzügige Zeitreserven, damit die Fahrt in den Urlaub nicht schon auf der Autobahn zur Geduldsprobe wird.

💬 Was meinst du dazu?Dein Kommentar
Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein