Psychische Belastungen am Arbeitsplatz verursachen längst nicht nur individuelles Leid – sie kosten Unternehmen Produktivität, Motivation und am Ende bares Geld. Genau hier setzt ein kostenfreier Workshop an, den die Stabsstelle Wirtschaft der Stadt St. Ingbert gemeinsam mit dem Demografie Netzwerk Saar (DNS) organisiert. Am Donnerstag, 12. März 2026, von 15 bis 18 Uhr können sich Führungskräfte und Personalverantwortliche aus kleinen und mittleren Unternehmen im Rathaus St. Ingbert darüber informieren, wie Betriebe die psychische Gesundheit ihrer Beschäftigten gezielt stärken können.
Die Veranstaltung trägt den Titel „Psychische Gesundheit in der modernen Arbeitswelt – Was können Betriebe tun?“ und findet im kleinen Sitzungssaal im vierten Obergeschoss des Rathauses statt. Fachlich begleitet wird der Nachmittag von Dr. Thorsten Lunau, wissenschaftlicher Mitarbeiter des iso-Instituts und Experte für das Zusammenspiel von Arbeit und Gesundheit. Er wird den Teilnehmenden praxisnahe Ansätze vorstellen, mit denen gerade kleinere Betriebe auf wachsende Anforderungen reagieren können.
Der Hintergrund ist drängend: Informationsüberflutung, permanenter Zeitdruck, verdichtete Arbeitsprozesse und ständige Unterbrechungen gehören in vielen Branchen zum Alltag. Welche dieser Faktoren als belastend empfunden werden, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Doch die Folgen sind messbar. Krankheitsbedingte Ausfälle bilden dabei oft nur die sichtbare Spitze – darunter liegen Motivationsverluste und eine schleichend nachlassende Leistungsfähigkeit, die sich direkt auf die Wertschöpfung auswirken.
Ein zentrales Instrument, das im Workshop beleuchtet wird, ist die sogenannte Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen. Sie ist für Unternehmen in Deutschland seit Jahren gesetzlich vorgeschrieben und soll helfen, Risiken systematisch zu identifizieren und daraus konkrete Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. In der Praxis stellt gerade kleinere Betriebe diese Pflicht jedoch vor Herausforderungen: Wie lässt sich ein solches Verfahren mit begrenzten Ressourcen umsetzen? Welche Werkzeuge stehen zur Verfügung, und welche Chancen ergeben sich daraus über die reine Pflichterfüllung hinaus? Genau diese Fragen will der Workshop beantworten.
Das Angebot richtet sich ausdrücklich an saarländische KMU. Wer teilnehmen möchte, sollte sich bis einschließlich 5. März 2026 per E-Mail an dns@iso-institut.de anmelden und dabei angeben, ob es sich um ein saarländisches kleines oder mittleres Unternehmen handelt. Die Plätze sind begrenzt, die Teilnahme ist kostenfrei. Wer frühzeitig erkennt, was Beschäftigte im Arbeitsalltag belastet, kann gegensteuern, bevor aus Überforderung Krankheit wird – und genau dieses Bewusstsein will die Veranstaltung in St. Ingbert schärfen.




















