Wer im Alltag nach Ausgleich sucht, findet ab der letzten Aprilwoche in St. Ingbert gleich fünf neue Kursangebote der Volkshochschule, die sich ganz dem körperlichen und seelischen Wohlbefinden widmen. Von sanfter Bewegungsarbeit über klassische Entspannungstechniken bis hin zu gezieltem Muskeltraining reicht das Programm, das zwischen dem 21. und 24. April 2026 startet.
Den Auftakt macht am Dienstag, 21. April, der Feldenkrais-Kurs mit Dozent Axel Jennewein. Jeweils von 18:30 bis 20:00 Uhr geht es in der Altenbegegnungsstätte am Markt 6 darum, eingefahrene Bewegungsmuster aufzuspüren und durch günstigere Alternativen zu ersetzen. Die Methode arbeitet mit verbal angeleiteten Bewegungslektionen, bei denen die Teilnehmenden lernen, ihren Körper aufmerksamer wahrzunehmen. Gezielte Spür- und Beobachtungsfragen schärfen dabei das Bewusstsein für das Zusammenspiel einzelner Körperpartien. Das Ziel: sich im Alltag leichter und mit weniger Kraftaufwand bewegen zu können – eine Fähigkeit, die sich laut Kurskonzept auch auf andere Lebensbereiche übertragen lässt.
Einen Tag später, am Mittwoch, 22. April, stehen im Kulturhaus an der Annastraße 30 gleich zwei Kurse auf dem Programm, beide geleitet von Dozentin Beatrix Kemmer. Um 17:00 Uhr beginnt zunächst das Autogene Training nach Johannes Heinrich Schultz in der Grundstufe für Erwachsene. Bei dieser Technik führen selbst formulierte Entspannungsformeln in einen Zustand körperlicher und seelischer Tiefenentspannung. Regelmäßig praktiziert, soll das Verfahren nicht nur die Konzentration verbessern, sondern auch psychosomatisch bedingten Beschwerden entgegenwirken und so einen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge leisten.
Direkt im Anschluss, von 18:15 bis 19:15 Uhr, folgt am selben Ort die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Das Prinzip ist denkbar einfach und zugleich wirkungsvoll: Bestimmte Muskelgruppen werden bewusst angespannt, kurz gehalten und dann wieder gelöst, während die Aufmerksamkeit ganz auf den Unterschied zwischen Spannung und Entspannung gerichtet bleibt. Einsetzen lässt sich die Methode unter anderem bei Schlafproblemen, innerer Unruhe, Verspannungen oder Schmerzzuständen.
Am Freitag, 24. April, rundet Beatrix Kemmer das Angebot mit dem Kurs Qigong 8-Brokate ab, der von 17:00 bis 18:00 Uhr ebenfalls im Kulturhaus stattfindet. Die acht Brokatübungen gelten als eine der ältesten gesundheitsfördernden Formen des Qigong und eignen sich besonders für Menschen ohne Vorerfahrung. Langsam ausgeführte Bewegungen, verbunden mit bewusster Atmung, erzeugen einen Wechsel zwischen Ruhe und Aktivität, zwischen Weichheit und Kraft. Gerade dieser rhythmische Kontrast macht die Übungsreihe zu einem wirksamen Mittel gegen Stress und soll zugleich aufbauend auf den gesamten Körper wirken.
Ebenfalls am 24. April startet bereits um 10:00 Uhr in der Altenbegegnungsstätte am Markt 6 ein Kurs für Beckenbodengymnastik mit Dozentin Annika Abel. Ein kräftiger Beckenboden trägt wesentlich zu einer aufrechten Haltung und zur Kontrolle im Alltag bei – das Angebot richtet sich ausdrücklich an Frauen und Männer jeden Alters. Besonders profitieren können Menschen nach Schwangerschaft und Geburt, bei Blasenschwäche oder bei Rückenproblemen. Der Kurs kombiniert Atemtechniken mit abwechslungsreichen Übungen und bewusster Körperwahrnehmung, um die tief liegende Muskulatur gezielt zu aktivieren und zu stärken.
Alle fünf Kurse laufen über mehrere Wochen und lassen sich über die Website der VHS St. Ingbert buchen. Wer also den Frühling nutzen möchte, um dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun, hat in St. Ingbert ab Ende April reichlich Gelegenheit dazu.
















