Foto: MIBS/R. Khalil
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27 Menschen haben im vergangenen Jahr auf saarländischen Straßen ihr Leben verloren – drei mehr als noch 2024. Staatssekretär Torsten Lang stellte am 9. April 2026 die Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 vor und machte dabei unmissverständlich klar, wohin die Reise gehen muss: „Unser Ziel ist ganz klar die ‚Vision Zero‘: kein einziger Mensch sollte im Straßenverkehr verletzt werden oder sein Leben verlieren.“

Die Gesamtbilanz fällt ernüchternd aus. 32.736 Verkehrsunfälle registrierte die Polizei im Saarland, ein Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutlich stärker fiel der Anstieg bei Unfällen mit Personenschaden aus: Ihre Zahl kletterte um 4,8 Prozent auf 3.526. Insgesamt verunglückten 4.496 Menschen, was einem Zuwachs von fünf Prozent entspricht. Im bundesweiten Vergleich liegt das Saarland damit über dem Durchschnitt, denn auf Bundesebene stiegen die Verunglücktenzahlen lediglich um zwei Prozent.

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Besonders alarmierend ist die Entwicklung bei den tödlichen Unfällen, deren Zahl um 12,5 Prozent auf 27 stieg. Unter den Todesopfern befinden sich vier junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren – drei mehr als im Vorjahr. Drei von ihnen saßen selbst am Steuer, eine Person starb als Mitfahrende. Auch bei den Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren verschlechterte sich die Lage drastisch: 14 Menschen dieser Altersgruppe kamen ums Leben, nach zehn im Jahr zuvor. Ein Kind verlor als Pkw-Insasse sein Leben. Die Zahl der verletzten Kinder nahm insgesamt leicht zu.

Abseits geschlossener Ortschaften und ohne Autobahnen bleibt überhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache für Unfälle mit Personenschaden. Betrachtet man sämtliche Personenschadensunfälle, führt nach wie vor die Missachtung von Vorfahrt und Vorrang die Statistik an, wenngleich ihr Anteil am Gesamtaufkommen zurückging. Alkohol am Steuer bleibt ein hartnäckiges Problem: Die Zahl der Alkoholunfälle mit Personenschaden wuchs um 7,8 Prozent auf 248, während die Zahl der dabei Verunglückten mit 301 nahezu konstant blieb. Einen Lichtblick liefern die Autobahnen, wo die Personenschadensunfälle um 6,1 Prozent auf 294 sanken.

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Zweiräder aller Art rücken zunehmend in den Fokus. Bei Motorradfahrenden ging die Zahl der Getöteten zwar von sieben auf vier zurück, doch die Schwerverletzten stiegen von 120 auf 144, die Leichtverletzten sogar von 439 auf 601. Noch dynamischer entwickelte sich das Unfallgeschehen bei E-Scootern: 227 Unfälle bedeuten einen Sprung von knapp 30 Prozent gegenüber den 175 Fällen im Vorjahr. 155 Nutzerinnen und Nutzer verunglückten, immerhin kam niemand ums Leben. Auch Radfahrende waren deutlich häufiger betroffen – 760 Unfälle statt 685, 656 Verunglückte statt 532. Drei Radfahrende starben, genau wie im Vorjahr. Zwei dieser tödlichen Unfälle waren Alleinunfälle, der dritte resultierte aus einem Zusammenstoß mit einem Pkw.

Die junge Erwachsenengruppe zwischen 18 und 24 Jahren verursachte 540 Personenschadensunfälle, ein Anstieg um 6,5 Prozent gegenüber den 507 Fällen des Vorjahres. Gleichzeitig sank die Zahl der Verunglückten in dieser Altersgruppe leicht von 674 auf 649. Lang verwies darauf, dass die Polizei mit einem breiten Präventionsprogramm gegensteuere – von frühkindlicher Verkehrserziehung über Fahrradausbildungen in Schulen bis hin zu Seminaren und Fahrtrainings für junge Erwachsene und Senioren. Schwerpunktkontrollen, teils grenzüberschreitend mit ausländischen Partnerdienststellen organisiert, sowie Motorradsicherheitstage ergänzen die Strategie.

Dass das Saarland besonders gefordert ist, verdeutlichen strukturelle Rahmendaten: Mit 779 Kraftfahrzeugen pro 1.000 Einwohner liegt das Land deutlich über dem Bundesschnitt von 714. Auf jeden Straßenkilometer kommen 382 Fahrzeuge, bundesweit sind es 262. Neben Bremen und Hamburg verfügt das Saarland über das dichteste Autobahnnetz Deutschlands. „Die Verkehrsunfallstatistik zeigt deutlich, dass Sicherheit auf saarländischen Straßen kein Selbstläufer ist“, mahnte Lang. Man dürfe in den Bemühungen nicht nachlassen und müsse polizeiliche Maßnahmen bei Kontrollen und Prävention stetig weiterentwickeln. Zugleich appellierte er an die Eigenverantwortung: „Die Sicherheit im öffentlichen Verkehrsraum bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir alle gemeinsam zu erfüllen haben!“

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1 Kommentar

  1. Statistik unzureichend, da nicht differenziert wird, aus welchen Bundesländer die Verursacher kommen, hat der Verkehr im Verhältnis allgemein zugenommen, usw

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