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Es ist das beste Bilanzergebnis in der mehr als 60-jährigen Geschichte der Stiftung Warentest: Mit einem Jahresüberschuss von 8,3 Millionen Euro hat die Berliner Verbraucherorganisation ihr Vorjahresergebnis von 3,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Auch der Umsatz kletterte spürbar nach oben, von 57,513 auf 60,445 Millionen Euro.

Bemerkenswert ist die Entwicklung vor allem deshalb, weil sie gegen den allgemeinen Markttrend bei Printmedien läuft. Die beiden Hauszeitschriften legten zu: Der Titel „Stiftung Warentest“ steigerte seinen Umsatz von 22,69 auf 22,97 Millionen Euro, „Stiftung Warentest Finanzen“ kam von 14,21 auf 14,61 Millionen Euro. Damit haben sich beide Magazine, gemessen am Vertriebsumsatz im Print, in den Top Ten der deutschen Zeitschriftenherausgeber etabliert.

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Die Vorständin Julia Bönisch ordnet den Erfolg in einen größeren Zusammenhang ein. „Unser starkes Jahresergebnis spiegelt die Bedeutung der Stiftung Warentest für die Verbraucherinnen und Verbraucher wider, die in Zeiten von KI und fragwürdigen Produktinformationen im Internet einen Vertrauensanker suchen“, sagt sie. „Niemand testet so unabhängig und aufwendig wie wir. Die Menschen lesen unsere Tests, weil wir ihnen Sicherheit und einzigartige Orientierung bei Kaufentscheidungen geben.“

Deutlich an Fahrt aufgenommen hat das digitale Geschäft. Die Zahl der kostenpflichtigen Digital-Abonnements wuchs um 13,9 Prozent, von 123.078 auf 140.200. Die damit verbundenen Erlöse liegen nun bei rund 10,6 Millionen Euro, ein Plus von elf Prozent gegenüber 2024. Die Stiftung will diesen Weg konsequent weitergehen und entwickelt unter anderem einen Chatbot, der Anfragen von Abonnentinnen und Abonnenten künftig automatisiert beantworten soll.

Einen sichtbaren Schub brachte zudem der Marken-Relaunch im Februar 2025. Die Magazine erhielten ein moderneres Erscheinungsbild, im Mittelpunkt steht seither die Dachmarke selbst, die in der Bevölkerung außergewöhnlich präsent ist: 93 Prozent der Menschen in Deutschland kennen die Stiftung Warentest, 74 Prozent bringen ihr Vertrauen entgegen. Hinzu kamen optimierte Platzierungen am Verkaufsregal, eine angepasste Distribution und moderate Preiserhöhungen. Zugkräftige Themen wie Heißluftfritteusen, Balkonkraftwerke oder der Klassiker Olivenöl sorgten für zusätzliche Nachfrage.

Dass die Bilanz dennoch nicht überall ein Wachstumsbild zeichnet, verschweigt die Stiftung nicht. Die monatlichen Abonnements der Zeitschrift „Stiftung Warentest“ gingen um 4,9 Prozent auf 262.912 zurück, der Einzelheftverkauf sank um drei Prozent auf 21.771 Exemplare. Bei „Stiftung Warentest Finanzen“ verringerte sich die Zahl der Abos um 3,8 Prozent auf 170.067, der Einzelverkauf brach um 13,1 Prozent auf 15.041 Exemplare ein. Der Preis des Finanzmagazins wurde 2025 erhöht, der des Hauptmagazins bereits ein Jahr zuvor.

Dass die Bilanz dennoch so positiv ausfällt, liegt an der digitalen Kompensation. Der Zuwachs bei den Online-Abonnements gleicht die rückläufigen Print-Zahlen mehr als aus. Auch im Buchgeschäft blieb der Umsatz nur leicht hinter dem Vorjahr zurück, obwohl deutlich weniger Neuerscheinungen auf den Markt kamen. Eine detaillierte Übersicht der Wirtschaftsdaten ist unter test.de/zahlen abrufbar.

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