v.l.n.r.: Karl Hermann, Daniel Kern und Dr. Michael Altmoos (stellv. Referatsleiter Artenschutz im Umweltministerium) bei der Übergabe der Ernennungsurkunde im Zentrum für Biodokumentation (ZfB) Foto: MUKMAV / Katharina Hien
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Das Naturschutzgebiet „Bei der Knorscheider Mühle“ in Lebach hat wieder einen ehrenamtlichen Hüter. Zum 1. Juni 2026 hat Umweltministerin Petra Berg den Lebacher Naturschutzbeauftragten Daniel Kern offiziell zum neuen Naturwart bestellt. Er übernimmt damit eine Aufgabe, die nach dem überraschenden Tod von Wolfgang Kühn im Oktober 2025 vakant war.

Die Ernennungsurkunde wurde am 12. Juni 2026 im Zentrum für Biodokumentation (ZfB) überreicht. An Kerns Seite stehen in den kommenden Jahren der hauptamtliche Ranger Karl Hermann sowie Dr. Michael Altmoos, stellvertretender Referatsleiter Artenschutz im Umweltministerium. Vorgesehen ist die Berufung zunächst für einen Zeitraum von fünf Jahren.

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Für Ministerin Berg ist die Nachbesetzung auch eine Geste der Anerkennung gegenüber dem Verstorbenen. „Wolfgang Kühn hat das Naturschutzgebiet über Jahre hervorragend betreut. Er war stets mit Herzblut bei der Sache und sein Verlust hinterlässt eine große Lücke“, erklärte sie. Dem Nachfolger wünsche das Ministerium alles Gute und freue sich „über sein Engagement, vor Ort Verantwortung zu übernehmen und praxisnah zu unterstützen“.

Das Schutzgebiet im Lebacher Stadtgebiet zählt zu den ökologisch sensibelsten Flächen der Region. Großseggenriede, Hochstaudenflure, Erlenbrüche und nährstoffarme Nasswiesen prägen das Bild – ein Mosaik aus Lebensräumen, in dem sich zahlreiche seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten halten. Genau diese Vielfalt macht den Bereich anfällig: Schon kleinere Eingriffe können empfindliche Gleichgewichte aus der Balance bringen.

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Die Aufgabe des Naturwarts ist deshalb keine reine Symbolik. Wer das Gebiet betreut, kontrolliert regelmäßig die Flächen, dokumentiert Veränderungen, spricht mit Anwohnern, Landwirten und Besuchern und meldet auffällige Beobachtungen an die zuständigen Stellen. Kern bringt für diese Schnittstelle zwischen Behörde und Praxis Erfahrung mit – als kommunaler Naturschutzbeauftragter kennt er sowohl die Verwaltungsabläufe als auch die Eigenheiten der Lebacher Landschaft.

Eingebettet ist die Arbeit in die Strukturen der Naturwacht Saarland, deren Trägerschaft seit 2005 bei der Naturlandstiftung Saar (NLS) liegt. Die Fachaufsicht und Finanzierung verantwortet das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz. Mit der Ernennung Kerns ist die Betreuung an der Knorscheider Mühle damit personell wieder vollständig aufgestellt – ein wichtiges Signal für eines der charakteristischen Feuchtgebiete im nördlichen Saarland.

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