Im November haben Mitglieder des Homburger Stadtrates einen Ort besucht, an dem sonst vor allem leise und behutsame Arbeit im Mittelpunkt steht: das Childhood-Haus Saarland. Der Termin war Teil des Projekts „Gelebte Inklusion – Stadtrat vor Ort“, mit dem der städtische Inklusionsbeauftragte Thomas Höchst seit einiger Zeit politische Entscheidungsträger direkt zu sozialen und inklusiven Einrichtungen in Homburg und der Region bringt.
Das Projekt sieht vor, dass die Stadtratsmitglieder zweimal im Jahr unterschiedliche Einrichtungen persönlich kennenlernen. Ziel ist es, ein genaueres Bild von der Arbeit vor Ort zu gewinnen und den Mitarbeitenden Anerkennung für ihr Engagement auszusprechen. Im ersten Halbjahr hatte der Stadtrat bereits am Solo Charity Race des Ronald McDonald Hauses Homburg teilgenommen. Für das zweite Halbjahr stand nun der Besuch des im Januar neu eröffneten Childhood-Hauses Saarland auf dem Programm.
Thomas Höchst machte bei dem Termin deutlich, warum ihm diese Besuche wichtig sind. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Engagement und Herzblut hier jeden Tag gelebt wird. Solche Begegnungen machen die Arbeit des Stadtrates greifbar und zeigen, wie wichtig es ist, unsere Einrichtungen vor Ort zu unterstützen“, sagte der Inklusionsbeauftragte. In diesem Rahmen gehe es nicht nur darum, sich zu informieren, sondern auch darum, den Menschen in den Einrichtungen Respekt für ihre oft herausfordernde Arbeit zu zeigen.
Durch das Childhood-Haus führte Prof. Dr. Eva Möhler, Leiterin der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum des Saarlandes. Sie stellte den Gästen das besondere Konzept der Einrichtung vor. Das Childhood-Haus bietet Kindern und Jugendlichen, die Opfer von Gewalt geworden sind, einen geschützten Rahmen und interdisziplinäre Unterstützung. In einer sicheren und vertrauensvollen Umgebung arbeiten Fachkräfte aus Medizin, Psychologie, Sozialarbeit und Justiz eng zusammen, um den betroffenen jungen Menschen umfassend zu helfen und Abläufe so schonend wie möglich zu gestalten.
Die anwesenden Mitglieder des Homburger Stadtrates zeigten sich von der Arbeit im Childhood-Haus und dem Engagement der dort Tätigen sichtlich beeindruckt. Sie nutzten den Besuch, um ihren großen Dank und ihre Anerkennung auszusprechen. Der Einblick in die Strukturen und Abläufe vor Ort machte deutlich, wie komplex der Schutz und die Begleitung von Kindern und Jugendlichen in solchen Situationen sind.
Zum Abschluss des Besuchs ordnete Thomas Höchst den Termin in das Gesamtprojekt ein. „Mit diesem Projekt möchten wir nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Verständnis fördern und Brücken zwischen Politik, Einrichtungen und den Menschen vor Ort bauen. Inklusion lebt von Begegnung und Wertschätzung“, betonte er. Fest steht bereits, dass „Gelebte Inklusion – Stadtrat vor Ort“ auch im neuen Jahr fortgeführt wird. Weitere Besuche und Begegnungen mit Einrichtungen in Homburg und der Region sind schon in Planung.


















