Foto: Tobias Peters
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Manchmal ist die klügste Entscheidung im Zeltlager nicht das, was man unternimmt, sondern das, was man rechtzeitig abbricht. Die Jugendfeuerwehren der St. Ingberter Löschbezirke bewiesen bei ihrem traditionellen Stadtzeltlager genau dieses Gespür. Was als klassisches Sommerferien-Auftaktevent geplant war, wurde durch Hitze und drohende Unwetter zu einer verkürzten, aber gelungenen Veranstaltung.

Bereits im Vorfeld hatte die anhaltende Hitzewelle das Programm auf den Kopf gestellt. In enger Abstimmung zwischen Wehrführung und Stadtverwaltung analysierte das Team wiederholt mögliche Gefährdungen. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Das Lager konnte stattfinden, solange alle Beteiligten für die Wärmebelastung sensibilisiert waren. Der Zeltplatz Herrgottshübel in Jägersburg kam den Verantwortlichen dabei entgegen, denn seine überwiegend schattigen Waldlichtungen und Wiesen boten Schutz vor der prallen Sonne.

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Am Freitagabend ging es los. Rund 50 Jugendfeuerwehrangehörige und 20 Betreuerinnen und Betreuer bezogen das Gelände. Zur Eröffnung überstellten Markus Hauck in Vertretung des Oberbürgermeisters, Wehrführer Jochen Schneider sowie Stadtjugendfeuerwehrbeauftragter Tobias Peters drei Jugendliche aus dem Löschbezirk Rohrbach in die aktive Wehr. Ein symbolträchtiger Moment, der den Übergang vom Nachwuchs zur einsatzfähigen Feuerwehr markierte.

Foto: Tobias Peters

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Abkühlung. Zwischen verschiedenen Spielen sorgten drei kleine Pools für Erfrischung. Zum Höhepunkt geriet eine ausgelassene Wasserschlacht mit Wasserpistolen und Wasserbomben, bei der weder die Kinder und Jugendlichen noch das Betreuerteam trocken blieben. Bei den heißen Temperaturen kam die nasse Erfrischung allen gerade recht.

Doch am Sonntag mussten die Verantwortlichen eine schwierige Entscheidung treffen. Die Wetterprognosen kündigten für die Nacht zum Montag heftige Unwetter an. Ein vorzeitiges Ende erschien als die sicherste Option. Beim langsamen Rückbau des Lagers blieb dennoch Zeit für Spiel und Spaß. Am Abend des 28. Juni war alles abgebaut.

Foto: Tobias Peters

Dass die Entscheidung goldrichtig war, zeigte sich noch in derselben Nacht. Ein kräftiges Gewitter zog über das südöstliche Saarland und hätte eine Evakuierung des Lagergeländes erzwungen. Durch die vorausschauende Haltung der St. Ingberter Jugendbeauftragten blieb den Teilnehmenden dieses Szenario erspart.

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Am Ende blieben zweieinhalb intensive Tage, in denen sich die Jugendfeuerwehren der verschiedenen Löschbezirke austauschen und das gemeinsame Lagerleben genießen konnten. Nennenswerte gesundheitliche Zwischenfälle gab es keine. Abgesehen von ein paar Zecken und etlichen Mückenstichen kamen alle wohlbehalten davon.

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