Wenn die Sonne wochenlang vom Himmel brennt und Regen ausbleibt, steigt der Wasserverbrauch spürbar an. Genau diese Kombination beschäftigt derzeit die Stadt St. Ingbert und die Biosphären-Stadtwerke. Gemeinsam appellieren sie an die Bevölkerung, in der aktuellen Trockenperiode bewusst mit Trinkwasser umzugehen.
Entwarnung gibt es dabei in einem Punkt: Die Kapazitäten der Wassergewinnung reichen in der Region auch während anhaltender Hitze grundsätzlich aus. Ein Wassermangel droht also nicht. Das eigentliche Problem liegt woanders und hat sich in den vergangenen Sommern immer wieder gezeigt.
Denn technische Engpässe entstehen nicht durch leere Speicher, sondern durch die schiere Gleichzeitigkeit. An besonders heißen Tagen fordern viele Haushalte auf einmal große Mengen Wasser an. Pumpleistung, Aufbereitung, Leitungen und Hochbehälter sind jedoch auf einen niedrigeren Bedarf ausgelegt. Im Extremfall überfordert dieser Ansturm das gesamte System.
Besonders kritisch sind die Hauptverbrauchszeiten am Vormittag und frühen Abend. Wer seinen Garten lieber in den kühleren Stunden bewässert oder das Befüllen von Swimmingpools auf ruhigere Tageszeiten verlegt, entlastet die Versorgung damit deutlich. Kleine zeitliche Verschiebungen können hier bereits viel bewirken.
Die Stadtwerke verweisen zugleich auf einen langsamen Kreislauf im Untergrund. Selbst wenn es regnet, dauert es Monate oder sogar Jahre, bis das Wasser durch die Gesteinsschichten bis in die Förderbereiche der Trinkwasserbrunnen sickert. Wie schnell das geschieht, hängt vor allem von der Bodenbeschaffenheit und deren Versickerungsfähigkeit ab.
Um die Systeme zu schonen, gibt es zahlreiche Ansatzpunkte im Alltag. Das Befüllen von Pools und größeren Planschbecken sollte möglichst unterbleiben, ebenso die Autowäsche. Garten und Rasen brauchen nur dann Wasser, wenn es wirklich nötig ist, und gesammeltes Regenwasser eignet sich hervorragend zum Gießen.
Auch im Haushalt selbst summieren sich die Einsparungen. Wer das Wasser beim Zähneputzen oder Einseifen nicht unnötig laufen lässt, kurz duscht statt ein Vollbad zu nehmen und Wasch- sowie Spülmaschinen nur voll beladen startet, trägt seinen Teil bei. „Bereits viele kleine Beiträge machen einen großen Unterschied“, heißt es dazu aus dem Rathaus.
Bleibe die Bevölkerung solidarisch, lasse sich die Versorgung auch in der aktuellen Trockenperiode zuverlässig aufrechterhalten. Über die weitere Entwicklung der Lage wollen die Stadt St. Ingbert und die Biosphären-Stadtwerke fortlaufend informieren.





















