Foto: Giusi Faragone

Wenn die Temperaturen über Tage hinweg klettern und keine Abkühlung in Sicht ist, wird aus dem Sommervergnügen schnell eine ernste Belastung für den Körper. Die Stadt St. Ingbert erinnert deshalb daran, dass anhaltende Hitzeperioden vor allem für empfindliche Gruppen gefährlich werden können. Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen sowie chronisch Kranke reagieren besonders sensibel auf extreme Hitze.

Doch mit einigen unkomplizierten Vorkehrungen lässt sich das Risiko deutlich senken. An erster Stelle steht das Trinken: Zwei bis drei Liter Wasser, ungesüßter Tee oder verdünnte Saftschorlen über den Tag verteilt helfen dem Kreislauf. Wichtig dabei ist, dass die Getränke nicht eiskalt sein sollten, da der Körper diese schlechter verwertet.

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Auch die Wahl der richtigen Kleidung macht einen Unterschied. Leichte, helle Stoffe aus Naturfasern lassen die Haut atmen. Zusätzlich sorgen Wassersprays, feuchte Umschläge, Fußbäder oder eine lauwarme Dusche für spürbare Erfrischung. Wer nach draußen muss, sollte die direkte Sonne meiden und auf eine Kopfbedeckung sowie Sonnenschutz nicht verzichten. Körperlich anstrengende Arbeiten verlegt man am besten in die kühleren Morgenstunden, die pralle Mittagshitze bleibt dann außen vor.

Ebenso entscheidend ist es, die eigenen vier Wände kühl zu halten. Tagsüber schützen geschlossene Rollläden oder Vorhänge vor dem Aufheizen, gelüftet wird dagegen morgens, abends und in der Nacht. In Dachgeschosswohnungen kann ein leicht geöffnetes Fenster helfen, die gestaute Wärme entweichen zu lassen. Nicht zu unterschätzen sind zudem elektrische Geräte: Backofen, Herd, Computer, Fernseher und Lampen geben zusätzliche Wärme ab, teils sogar im Stand-by-Betrieb. Wer sie ausschaltet und vom Netz trennt, senkt die Raumtemperatur spürbar.

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Besonders eindringlich warnt die Stadt davor, Menschen oder Tiere im geparkten Auto zurückzulassen. Der Innenraum kann sich binnen weniger Minuten lebensbedrohlich aufheizen. Wer bei Hitze eine hilflose Person oder ein Tier in einem Fahrzeug entdeckt, sollte sofort handeln und im Ernstfall Polizei oder Rettungsdienst verständigen.

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Darüber hinaus appelliert die Verwaltung an das Miteinander in der Nachbarschaft. Gerade ältere oder alleinlebende Menschen brauchen bei starker Hitze manchmal Unterstützung, etwa beim Einkaufen, bei Besorgungen oder einfach durch regelmäßigen Kontakt. Ein wachsames Auge für Mitmenschen, denen es offensichtlich nicht gut geht, kann im Zweifel viel bewirken.

Weiterführende Hinweise, insbesondere für Risikogruppen, stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bereit. Die Broschüre „Hitzeschutz Saarland“ des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes liegt in zahlreichen Geschäften der Innenstadt sowie an der Infotheke im Rathaus und in der Stadtbücherei aus.

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