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Rund 1.230 Menschen in Rheinland-Pfalz und etwa 330 im Saarland: So viele Todesfälle führt das Robert Koch-Institut (RKI) bis zum 19. Juli 2026 auf die extreme Hitze zurück. Für die Gewerkschaft ver.di sind diese am heutigen Tag veröffentlichten Schätzungen ein Alarmsignal, das lange absehbar war.

„Die aktuellen Schätzungen des Robert Koch-Instituts zur Zahl der Hitzetoten im Jahr 2026 sind insbesondere für Rheinland-Pfalz und das Saarland erschütternd, aber leider nicht überraschend“, erklärt Marion Paul, Landesbezirksleiterin von ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland. Seit der extremen Hitze im Juni häuften sich die alarmierenden Rückmeldungen aus Krankenhäusern, Pflegeheimen und Rettungsdiensten.

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Die Berichte, die die Gewerkschaft aus dem Arbeitsalltag erreichten, zeichnen ein deutliches Bild. Paul spricht von aufgeheizten Stationen und Notaufnahmen, von überlasteten Rettungsdiensten, die stellenweise auf ehrenamtliche Einsatzkräfte zurückgreifen mussten. Pflegeeinrichtungen seien vielerorts kaum auf die Extremtemperaturen vorbereitet gewesen.

Besonders drastisch fällt die Bilanz mit Blick auf die Bevölkerungszahl aus. Das Saarland verzeichnet mit 33,0 hitzebedingten Todesfällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner die bundesweit höchste Rate. Rheinland-Pfalz folgt mit 29,8 Fällen auf dem zweiten Platz. Beide Bundesländer stehen damit an der Spitze einer traurigen Statistik.

Für ver.di zieht sich daraus eine klare Konsequenz: Die Hitze dürfe nicht länger als Ausnahmefall behandelt werden. „Extreme Hitze darf nicht länger wie ein Ausnahmeereignis behandelt werden“, betont Paul. Die Gewerkschaft fordert von den Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland sowie von der Bundesregierung verbindliche Hitzeaktionspläne, die sowohl die Bevölkerung als auch die Beschäftigten schützen.

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Konkret geht es der Landesbezirksleiterin um zusätzliche Mittel für Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdienste. Gefragt seien wirksamer Hitzeschutz, eine klimaangepasste Infrastruktur und ausreichend Personal. Ihre Warnung fällt unmissverständlich aus: „Wer hier weiter auf Zeit spielt, gefährdet Menschenleben und die Gesundheit der Beschäftigten.“

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