EBA-Leiter Christian Fettig, Projektleiter Maximilian Hoffmann und der Leiter der Straßenverkehrsbehörde Thomas Diederichs stellen die Bauabschnitte der Kanalsanierung in der Seyenrechstraße vor. — Foto: Florian Jung
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In der St. Ingberter Innenstadt steht ab Februar ein größeres Infrastrukturprojekt an, das den Verkehr über Monate spürbar beeinflussen wird. In der Seyenrechstraße und der Rentamtstraße lässt der städtische Abwasserbetrieb (EBA) das Kanalsystem erneuern und sanieren. Die Arbeiten beginnen Mitte Februar und ziehen sich – abhängig von der Witterung – voraussichtlich bis mindestens Ende des Jahres, teilweise sogar bis Anfang 2027.

Zum Start der Maßnahme wird es direkt eine Vollsperrung geben: Ab Montag, 2. Februar 2026, ist die Seyenstraße im Bereich der Kreuzung zur Seyenrechstraße für etwa zwei Wochen komplett dicht. In dieser Zeit wird der neue Kanalanschluss der Seyenrechstraße hergestellt. Nach Abschluss dieses Abschnitts soll der Verkehr zwischen Pfarrgasse und Albert-Weisgerber-Allee wieder fließen können.

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Im weiteren Verlauf der Arbeiten bleibt die Seyenrechstraße dann bis voraussichtlich zu den Sommerferien voll gesperrt. Anschließend verlagert sich die Baustelle in die Rentamtstraße. Dort sind abschnittsweise temporäre Vollsperrungen vorgesehen, für die jeweils Umleitungen eingerichtet werden. Anwohnende und Verkehrsteilnehmende müssen während der gesamten Bauzeit mit Behinderungen und veränderten Verkehrsführungen rechnen.

Technisch ist das Projekt anspruchsvoll: Die Stadt St. Ingbert investiert rund 1,5 Millionen Euro in die Sanierung und setzt dabei auf unterschiedliche Bauverfahren, die an die örtlichen Gegebenheiten angepasst sind. In der Seyenrechstraße werden etwa 150 m Kanal in offener Bauweise erneuert. In einem ersten Abschnitt der Rentamtstraße kommen dagegen grabenlose Verfahren zum Einsatz. Auf rund 50 m wird ein Lining- bzw. TIP-Verfahren (Tight-in-Pipe) angewendet, bei dem ein neues Rohr in das bestehende Rohr eingezogen wird. Dieses Verfahren ist nach Angaben der Stadt aufgrund der Nähe zum Bahndamm zwingend erforderlich, um Beeinträchtigungen der Bahntrasse zu vermeiden.

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Auf den letzten etwa 250 m der Rentamtstraße bis zum Finanzamt wird das sogenannte Berstlining-Verfahren genutzt. Dabei wird das alte Rohr zerstört und gleichzeitig ein neues Rohr mit gleichem Durchmesser eingezogen – ebenfalls ohne offenen Graben. Im mittleren Abschnitt der Rentamtstraße in Richtung Dr.-Wolfgang-Krämer-Straße wird wiederum klassisch in offener Bauweise gearbeitet. So entsteht ein Mix aus konventioneller Bauweise und moderner grabenloser Technik.

Ziel der Maßnahme ist eine nachhaltige Erneuerung des Kanalsystems einschließlich der Hausanschlüsse. Durch den Einsatz moderner Verfahren können künftig längere Kanalabschnitte mit weniger Schächten realisiert werden. Das reduziert den Wartungsaufwand und erhöht nach Angaben der Stadt die Betriebssicherheit des Netzes. Der Abwasserbetrieb der Stadt St. Ingbert betreibt insgesamt rund 250 km Kanalnetz mit etwa 12.000 Hausanschlüssen, die laufend instand gehalten und erneuert werden müssen.

Die Stadt St. Ingbert kündigt an, über Sperrungen und Änderungen im Verkehrsfluss gesondert zu informieren. Für die unvermeidbaren Einschränkungen im Umfeld der Seyenrechstraße und der Rentamtstraße während der Bauzeit verweist die Verwaltung auf die Notwendigkeit der Arbeiten zur Sicherung der Infrastruktur.

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