Der neue Straßenabschnitt der Hans-Wilhelmi-Straße in Rohrbach wurde feierlich eröffnet. — Foto: Florian Jung
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St. Ingbert hat ein Großprojekt zum Abschluss gebracht: Die Erschließung des Gewerbegebietes „Hans-Wilhelmi-Straße“ in Rohrbach-Süd II ist weitgehend fertiggestellt. Damit stehen neue Flächen bereit, auf denen sich Unternehmen ansiedeln und expandieren können. Vergangene Woche wurde der neue Straßenabschnitt offiziell freigegeben.

Der Weg dorthin war lang. Bereits im Frühjahr 2023 rückten die ersten Maschinen an, um das Areal zu roden und Bäume zu fällen. Es folgten Vermessungen, geotechnische Bodenuntersuchungen sowie eine sorgfältige Prüfung auf mögliche Kampfmittel im Boden. Parallel arbeitete die Stadtverwaltung am notwendigen Bebauungsplan, der die rechtliche Grundlage für die Entwicklung schuf.

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Ab Frühjahr 2024 ging es an die eigentliche Baureifmachung. Die Fläche wurde terrassiert, verbliebene Wurzelstöcke entfernt, alte Garagen und Betonflächen abgerissen und fachgerecht entsorgt. Bis zum Jahresende 2024 war dieser Abschnitt geschafft. Im Frühjahr 2025 starteten dann die Tiefbau-, Kanalbau- und Straßenbauarbeiten samt Verlegung der Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom. Anfang 2026 standen diese Gewerke vollständig. Als letzter Baustein folgt im Herbst 2026 noch die Lieferung und der Einbau einer Trafostation.

Finanziell schlägt das Vorhaben einschließlich des Grunderwerbs mit rund zwei Millionen Euro zu Buche. Eine Summe, die die Stadt nicht allein stemmen muss: Das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie unterstützt die Erweiterung mit einer Förderquote von 95 Prozent. Ohne diese Beteiligung wäre ein Projekt dieser Größenordnung für die Mittelstadt deutlich schwerer zu realisieren gewesen.

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Oberbürgermeister Ulli Meyer ordnet die Bedeutung der Maßnahme für die Mittelstadt klar ein. „Mit der Erweiterung des Gewerbegebietes ,Hans-Wilhelmi-Straße‘ schaffen wir dringend benötigte Flächen für unsere heimische Wirtschaft. Damit stärken wir den Standort St. Ingbert nachhaltig und sichern sowie schaffen Arbeitsplätze in unserer Region“, so Meyer. Die Erweiterung ist damit weniger ein Prestigeobjekt als vielmehr eine Antwort auf die anhaltende Nachfrage von Betrieben nach Gewerbeflächen im Saarland.

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Zur feierlichen Eröffnung kamen Mitglieder des Stadt- und Ortsrats, Vertreter des Wirtschaftsministeriums sowie die Mitglieder des GGE-Aufsichtsrates zusammen. Was nun noch fehlt, sind die Nutzer der neuen Parzellen – doch auch hier zeichnen sich bereits Konturen ab. Auf den freien Flächen ist die Entwicklung eines Campus mit 5000 Quadratmetern Bürofläche geplant. Für Rohrbach-Süd könnte damit ein neues Kapitel als Wirtschaftsstandort beginnen.

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