Wer Dornröschen in St. Ingbert sucht, der sollte sein Glück im Alten Park versuchen. Dieser alte Englische Landschaftsgarten ist ein verwunschenes und inzwischen fast vergessenes Stückchen Erde. Obwohl er direkt am Stadtrand liegt, wird er nur selten wahrgenommen und meist übersehen. Doch hat man das verwunschene Areal erst einmal betreten, wähnt man sich schnell in einer anderen Welt, bemerkt die Stadt und die Industrieansiedlungen, die es umgeben, fast nicht mehr. 

Klingt jetzt ein klein wenig nach Märchen und vergessenem Schrebergarten. Doch weit gefehlt. Das „Gärtchen“ ist fast so groß wie die St. Ingberter City. Ihm fehlt inzwischen zwar die komfortable Fußgängerzone, denn die alten Pfade sind im Laufe der Jahrzehnte wieder zu echten Waldwegen geworden, doch dafür hat es noch immer etwas, wovon die Innenstadt erst träumt: einen enormen Erlebnis- und Überraschungscharakter. Und es ist an allen Wochentagen rund um die Uhr geöffnet. 

Kurz: Der Alte Park, wie der ehemaligen Landschaftsgarten umgangssprachlich genannt wird, ist ein Ort zum entdecken, entspannen und sich wohlfühlen. Gerade jetzt, im Frühling, wenn die Natur wieder erwacht, es schon grün und bunt blühend wird aber noch übersichtlich und hell, weil das frische Laubwerk der Bäume noch freien Blick gestattet, ist es ein ganz besonderes Erlebnis, diesen Ort zu besuchen.

„Gärten mit Geschichte“ nennt der Saarpfalz-Kreis seine Veranstaltungsreihe, die interessante Park- und Gartenanlagen vorstellt. Gärten mit Geschichte sind natürlich auch immer Gärten, zu denen sich Geschichten erzählen lassen. Wer könnte das in diesem Falle besser als Hans-Werner Krick, der Sie für den VFG – Verein zur Förderung der Geschichtsarbeit im Saar-Lor-Lux Raum e.V. durch diese Zauberlandschaft führen wird. 

Seine Promenaden durch den Alten Park lassen die „Welt der Kraemersch“, es waren die Eisenwerksbesitzer, die diesen herrlichen Englischen Landschaftsgarten einst zur privaten Plaisir anlegen ließen, wieder lebendig werden. Er erzählt aber auch von den Menschen, die dafür sorgten, dass dieses Kunstwerk, denn bei aller scheinbaren Natürlichkeit war der Englische Garten eine künstlich geschaffene Anlage mit enormem Pflegaufwand, ein ästhetischer Genuss blieb.

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