Sebastian Fitzek - Foto: Stephan Bonaventura
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Sebastian Fitzeks Bestseller „Das Paket“ gehört zu jenen Romanen, die man nachts besser nicht aus der Hand legt – und genau diesen Stoff bringt das Berliner Kriminal Theater am 2. April um 19:30 Uhr auf die Bühne der Stadthalle St. Ingbert. Marc Gruppe hat den Psychothriller für das Theater adaptiert, Regie führt Wolfgang Rumpf. Was das Publikum erwartet, ist ein Abend, der die Nerven strapaziert und die Frage aufwirft, wie dünn die Grenze zwischen begründeter Angst und Paranoia tatsächlich ist.

Im Mittelpunkt steht die Psychologin Emma, deren geordnetes Leben nach einem Fachkongress in Trümmer fällt. In ihrem Hotelzimmer wird sie betäubt und missbraucht. Der Täter nimmt eine verstörende Trophäe mit sich: ihre Haare. Dieses Detail weckt sofort Assoziationen zu einem Serienmörder, den die Ermittler unter dem Namen „Der Friseur“ jagen – ein Mann, der seine Opfer stets geschoren zurücklässt, allerdings tot.

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Emma jedoch überlebt, und gerade das macht ihren Fall so rätselhaft. Niemand in ihrem Umfeld glaubt ihr. Selbst die engsten Vertrauten beginnen an ihrer Darstellung zu zweifeln, während Emma zunehmend davon überzeugt ist, ihrem Peiniger überall zu begegnen. Sie kapselt sich ab, verlässt ihr Haus nicht mehr und verbarrikadiert sich hinter verschlossenen Türen gegen eine Welt, die ihr feindlich erscheint.

Dann geschieht etwas scheinbar Banales: Ein Paket für einen unbekannten Nachbarn soll angenommen werden. Doch dieser alltägliche Vorgang reicht aus, um Emmas ohnehin fragile Realität endgültig ins Wanken zu bringen. Was echt ist und was ihrer geschundenen Psyche entspringt, lässt sich fortan kaum noch unterscheiden. Die Inszenierung nutzt genau diesen Kipppunkt, um das Publikum in einen Sog aus Misstrauen und Beklemmung zu ziehen.

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Das Berliner Kriminal Theater hat sich auf genau solche Stoffe spezialisiert und bringt die nötige Erfahrung mit, um Fitzeks verschachtelte Erzählweise auf der Bühne funktionieren zu lassen. Wer den Roman kennt, wird die Umsetzung mit anderen Augen sehen; wer ihn nicht kennt, dürfte umso überraschter von den Wendungen sein, die der Abend bereithält.

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Tickets sind über www.reservix.de sowie an allen Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich, unter anderem an der Infotheke im Rathaus St. Ingbert am Markt 12. Die Reservix-Hotline ist unter 0761 88849999 täglich von 6 bis 22 Uhr erreichbar, auch an Wochenenden und Feiertagen. Weitere Auskünfte gibt die Kulturabteilung der Stadt St. Ingbert unter 06894/13-518 oder per E-Mail an kultur [at] st-ingbert.de.

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