Rund 189.000 Euro sind bereits in die Sanierung der Toilettenanlagen an der Grundschule St. Josef in Merzig geflossen – nun wurden die modernisierten Räume offiziell eingeweiht. Die Mittel stammen aus dem „Sofortprogramm Gemeinden“, das als Teil des saarländischen Schulbauprogramms BAUSTEIN aufgelegt wurde. Für das laufende Jahr sind weitere Investitionen von mehr als 100.000 Euro eingeplant.
Das Programm zielt darauf ab, die hygienischen Bedingungen an Grundschulen im Saarland auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. An der Grundschule St. Josef bedeutet das konkret: neue Sanitäreinrichtungen, die sowohl technisch als auch optisch deutlich aufgewertet wurden. Verbleibende Fördermittel in Höhe von rund 183.848 Euro sollen in ein vergleichbares Projekt an der Grundschule Besseringen fließen.
Innenminister Reinhold Jost betonte bei der Einweihung, dass funktionale Sanitäranlagen ein oft unterschätzter, aber wesentlicher Bestandteil einer guten Lernumgebung seien. „Aus diesem Grund zielte das Sofortprogramm explizit auf die Förderung von Investitionen in die Sanierung beziehungsweise den Neubau dieser Bereiche ab – ein nicht zu unterschätzender Bestandteil unseres Schulbauprogramms, denn ordentliche Sanitäranlagen in Schulen gehören zum essentiellen Standard im Alltag der Schülerinnen und Schüler“, sagte Jost.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot rückte die Perspektive der Kinder in den Mittelpunkt. Schule müsse sich wie ein zweites Zuhause anfühlen, erklärte sie. „Helle, freundliche Räume, moderne Ausstattung und saubere, zeitgemäße Toiletten gehören genauso dazu wie ein sicherer, geborgener Rahmen zum Lernen und Spielen. Mit der Sanierung der WC-Anlagen an der Grundschule St. Josef schaffen wir eine Umgebung, die die Bedürfnisse unserer Kinder wirklich achtet“, so Streichert-Clivot.
Auch Merzigs Oberbürgermeister Marcus Hoffeld zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Neben der sichtbaren Aufwertung seien technische und hygienische Standards auf den neuesten Stand gebracht worden. „Moderne, funktionale und hygienisch einwandfreie Sanitäranlagen schaffen grundlegende Rahmenbedingungen und tragen wesentlich zum Wohlbefinden der Kinder im Schulalltag bei“, erklärte Hoffeld. Die Maßnahme sichere zudem langfristig den Wert der Gebäudeinfrastruktur.
Das Schulbauprogramm BAUSTEIN bildet den übergeordneten Rahmen für die Investition. Innerhalb von fünf Jahren werden Bundes-, Landes- und EU-Förderungen mit einem Volumen von mindestens 232,85 Millionen Euro gebündelt, um Schulgebäude im Saarland auszubauen, zu modernisieren und energetisch zu ertüchtigen. Wo eine Sanierung nicht zielführend ist, sieht das Programm auch Neubauten vor.
Das „Sofortprogramm Gemeinden“ als Teilbaustein stellte den saarländischen Städten und Gemeinden im Jahr 2024 pauschal 15 Millionen Euro aus dem „Sondervermögen Zukunftsinitiative“ zur Verfügung. Vorrangig gedacht für den Neubau oder die Sanierung sanitärer Einrichtungen an Grundschulen – einschließlich barrierefreier Umbauten –, können die Kommunen die Mittel bei fehlendem Bedarf auch für andere substanzerhaltende Baumaßnahmen an ihren Schulgebäuden einsetzen. Die Einweihung in Merzig zeigt, dass diese Gelder vor Ort ankommen und sichtbare Verbesserungen im Schulalltag bewirken.


















