Im Sportzentrum Homburg-Erbach geht es in diesen Tagen nicht nur um Platzierungen, Zeiten oder gewonnene Spiele. Die Special Olympics bringen Athleten, Helfer, Schulklassen und Besucher zusammen – und machen Inklusion dort sichtbar, wo sie am besten funktioniert: mitten im Alltag und ohne große Berührungsängste.
In der Sporthalle laufen täglich ab 10 Uhr die Wettbewerbe. Zuschauer können die Wettkämpfe kostenlos besuchen und die Athleten von den Rängen aus unterstützen. Noch bis Freitag, 19. Juni, ist das Sportzentrum damit einer der Homburger Austragungsorte, an denen sportlicher Ehrgeiz, Freude und gegenseitige Anerkennung eng beieinanderliegen.
Schon bei der Eröffnung wurde deutlich, wie viele Menschen hinter den Wettbewerben stehen. „Wir sind froh, dass wir Ausrichter hier in Erbach sind“, begrüßte Bürgermeister Manfred Rippel die Sportler und Zuschauer. Zugleich wurde darauf verwiesen, dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht von der Stadt allein getragen werden könne. Entscheidend seien die Menschen, die die Wettkämpfe vorbereiteten, begleiteten und während der Veranstaltung für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
Ein besonderer Dank galt deshalb den zahlreichen Helfern. „Das Wichtigste sind natürlich unsere Helfer“, betonte der Beigeordnete der Kreisstadt, Philipp Scheidweiler. Ohne ihre Unterstützung wären weder die sportlichen Wettbewerbe noch das umfangreiche Begleitprogramm in dieser Form möglich. Auch Sponsoren, Partner und die Sportgemeinde Erbach tragen dazu bei, dass der Standort während der Special Olympics zu einem offenen Treffpunkt für Athleten und Besucher wird.
Dabei soll Inklusion in Homburg nicht nur für einige Veranstaltungstage sichtbar sein. In der Begrüßung wurde hervorgehoben, dass sich die Stadt diesem Thema dauerhaft verpflichtet sieht. Die Special Olympics bieten nun eine besondere Gelegenheit, diesen Anspruch mit Leben zu füllen – vor allem durch die Athleten selbst, die mit ihrem Einsatz und ihrer Freude den Ton angeben.
Direkt neben den sportlichen Wettbewerben wartet eine Attraktion, die sich inzwischen selbst zu einem Besuchermagneten entwickelt hat. Freiwillige Feuerwehrleute haben in vielen Arbeitsstunden aus mehr als 10.000 Getränkekisten ein großes Labyrinth errichtet. Von außen lässt sich kaum erkennen, welche Wege im Inneren zum Ausgang führen. Wer hineingeht, muss sich zwischen hohen Kistenwänden orientieren, umkehren und an der nächsten Abzweigung einen neuen Versuch starten.
Vor allem bei Kindern kommt das Labyrinth gut an. Jugendliche des Homburger Jugendbüros übernehmen den Einlass und achten darauf, dass der Besuch geordnet abläuft. Wer den Weg durch das Labyrinth geschafft hat, erhält anschließend ein Eis von Gelato Homburg. Damit endet die Suche nach dem Ausgang für viele Kinder noch mit einer kleinen Belohnung.
Ursprünglich sollte das Kistenlabyrinth nur bis Freitag geöffnet bleiben. Weil das Angebot in den ersten Tagen so gut angenommen wurde, haben sich die Veranstalter inzwischen für einen zusätzlichen Öffnungstag entschieden. Am Samstag, 20. Juni, kann das Labyrinth noch einmal von 10 bis 16 Uhr besucht werden. Damit haben auch Familien, die unter der Woche keine Gelegenheit hatten, die Möglichkeit, das außergewöhnliche Bauwerk zu erleben.
Bis Freitag ist das Labyrinth täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Besuch ist kostenlos. Schulklassen werden gebeten, sich vorab per E-Mail unter labyrinth@homburg.de anzumelden, damit die Gruppen über den Tag verteilt und längere Wartezeiten möglichst vermieden werden können. Auch rund um das Labyrinth ist für die Besucher gesorgt. Das Team der Sportgemeinde Erbach bietet kühle Getränke, Kaffee, Bratwürste und Pommes an. Wer zwischen den Wettkämpfen und dem Labyrinth eine Pause einlegen möchte, findet damit direkt am Sportzentrum eine Anlaufstelle.
Für die Anreise gibt es zudem einen kostenlosen Shuttle-Service. Der Bus fährt im 30-Minuten-Takt zwischen dem Homburger Hauptbahnhof und dem Sportzentrum in Erbach. Gerade für Schulklassen, auswärtige Besucher und Zuschauer ohne Auto soll der Veranstaltungsort dadurch unkompliziert erreichbar sein.
Das Zusammenspiel aus sportlichen Wettkämpfen und offenem Begleitprogramm macht den Standort in Erbach besonders. Man kann zunächst die Athleten in der Halle anfeuern, anschließend durch das Kistenlabyrinth laufen und danach noch etwas essen oder trinken. So entsteht kein abgeschlossener Sporttermin, sondern ein Ort, an dem Besucher einfach vorbeikommen und Teil der Veranstaltung sein können.
Wer die Special Olympics bislang nur aus der Entfernung verfolgt hat, findet in Homburg-Erbach einen unkomplizierten Einstieg. Der Eintritt kostet nichts, die Wege sind kurz und das Programm bietet auch Familien und Schulklassen einiges. Im Mittelpunkt bleiben dabei die Athleten und ihre Wettbewerbe. Das Labyrinth sorgt zusätzlich dafür, dass viele Menschen den Weg ins Sportzentrum finden – und dort vielleicht länger bleiben, als sie ursprünglich geplant hatten.
Alle Bilder Friedel Simon

























































