Zuletzt war die Kirkeler Grünschnitt-Sammelstelle in Limbach nur noch geduldet, jetzt soll sie bis Ende des Jahres komplett neu gebaut werden. Foto: Gemeinde Kirkel/Wolf
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Wer in Kirkel seinen Grünschnitt loswerden will, sollte sich den 1. August rot im Kalender markieren. An diesem Samstag nimmt die Sammelstelle in Limbach zum letzten Mal Grüngut entgegen, bevor sie für längere Zeit die Tore schließt. Voraussichtlich bis Ende 2026 wird an dem Standort nichts mehr angenommen, denn die Anlage wird von Grund auf neu gebaut.

Dahinter steckt kein Aufhübschen, sondern eine landesweite Neuordnung. „Die Maßnahme ist keine freiwillige Modernisierung, sondern hängt mit der Neuordnung der Grüngutverwertung im Saarland zusammen“, erklärt Fabian Keil, Bauamtsleiter der Gemeinde Kirkel. Seit dieser Umstellung liegt die Verantwortung für Aufbereitung, Transport und Verwertung des saarländischen Grünguts beim Entsorgungsverband Saar (EVS). Das Einsammeln selbst bleibt jedoch Sache der Kommunen. Sie müssen den Grünschnitt zentral bündeln und dem EVS auf einer genehmigten Fläche bereitstellen.

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Und genau hier liegt der Haken in Limbach. Der bisherige Platz ist nicht genehmigungsfähig, zuletzt wurde er nur noch in seiner bestehenden Form geduldet. Um den heutigen Vorgaben zu genügen, braucht es einiges: befestigte und möglichst flüssigkeitsdichte Flächen zur Annahme und Lagerung, eine kontrollierte Erfassung von verschmutztem Regen- und Sickerwasser, Schutzeinrichtungen für Boden und Grundwasser, eine bessere Trennung von Fremdstoffen sowie eine sichere Zufahrt samt Rangierflächen und Brandschutz.

Ein Blick auf die Planungen macht schnell deutlich, wie umfangreich die anstehenden Arbeiten sein werden. Foto: Gemeinde Kirkel/Wolf

Entsprechend umfangreich fällt die Baustelle aus. „Die bestehende Grüngutsammelstelle wird grundlegend erneuert“, so Keil. Geplant sind unter anderem eine asphaltierte Betriebsfläche, eine geordnete Entwässerung mit Anschluss an den Schmutzwasserkanal, Schlammfang, Regenspeicher und Pumpwerk. Hinzu kommen ein Betriebscontainer für die Eingangskontrolle, WC- und Materialcontainer sowie Betonblocksteine, die als Anschüttwände für die Lagerung dienen. Auch Zaun, Beleuchtung, Wasser- und Stromanschluss sowie Fahrbahnmarkierungen stehen auf der Liste. An der rund 460 m langen Zufahrt sollen zwei Ausweichbuchten entstehen, die Zufahrt selbst wird teilweise erneuert.

Der finanzielle Aufwand ist beträchtlich: Rund 1,1 Millionen Euro kostet der Neubau. Immerhin bleibt die Gemeinde nicht allein auf den Kosten sitzen. Aus Bedarfszuweisungen des saarländischen Innenministeriums fließt eine Förderung von etwa 50 Prozent der Gesamtsumme. Ein erheblicher Teil der Investition wird damit vom Land getragen, den Rest schultert Kirkel selbst.

Bleibt die Frage, wohin die Kirkelerinnen und Kirkeler ihren Grünschnitt während der Bauphase bringen. Die Lösung führt nach Homburg. „Um den Bürgern der Gemeinde Kirkel weiterhin die Möglichkeit zur ordnungsgemäßen Entsorgung ihres Grüngutes zu geben, hat die Gemeindeverwaltung Kirkel eine Vereinbarung mit der Stadt Homburg getroffen“, sagt Keil. Abgeben lässt sich das Grüngut dort an der Sammelstelle in der Neuen Industriestraße, allerdings nur mit der sogenannten Flatrate-Karte.

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Diese Karte gibt es für Kirkeler ausschließlich gegen eine Gebühr von 25 Euro im Rathaus II der Gemeinde, Zimmer 14. Für kleinere Mengen bietet sich eine Alternative direkt vor Ort an: Bis zu drei Säcke oder Körbe können gegen Gebühr am EVS-Wertstoffzentrum Zunderbaum abgegeben werden.

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