Yohann Torres Foto: FC 08 Homburg
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Der FC 08 Homburg hat am Dienstag gleich zwei weitere Neuzugänge vorgestellt. Rechtsverteidiger Yohann Torres kommt vom luxemburgischen Erstligisten FC Rodange 91 ins Waldstadion, Stürmer Jacob Roden wechselt vom TSV Schott Mainz zu den Grün-Weißen. Beide unterschreiben Verträge bis Juni 2028. Damit wächst der Kader weiter an – und doch bleibt die Arbeit auf dem Transfermarkt noch nicht beendet.

Die Verpflichtung von Yohann Torres ergibt sportlich Sinn. Auf der rechten Abwehrseite ist der FCH mit Tim Steinmetz zwar gut aufgestellt, bekommt mit dem 21-jährigen Luxemburger nun aber eine interessante Alternative dazu. Torres ist jung, bringt Spielpraxis mit und dürfte Steinmetz künftig spürbar Druck machen. Konkurrenz gab es auf dieser Position zwar auch in der Vergangenheit, am Ende war die Rollenverteilung aber meist recht eindeutig. Das könnte sich nun ändern.

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Torres wurde in Luxemburg bei F91 Dudelange und Titus Petingen ausgebildet, wechselte 2022 ins Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart und sammelte dort in der U19 sowie in der zweiten Mannschaft erste Erfahrungen in Deutschland. Nach seiner Rückkehr nach Luxemburg wurde er beim FC Rodange 91 Stammspieler in der höchsten Spielklasse. In den vergangenen beiden Spielzeiten absolvierte er dort 58 Einsätze. Zudem kommt er auf 32 Spiele für luxemburgische U-Nationalmannschaften, davon 20 für die U21.

Beim FCH war Torres zuletzt bereits als Probespieler im Einsatz. Im Test gegen den FC Emmelshausen-Karbach bereitete er direkt einen Treffer vor. Cheftrainer und sportlicher Leiter Roland Seitz sieht in ihm einen Spieler mit Entwicklungspotenzial: „Yohann hat trotz seines jungen Alters bereits einiges an Erfahrung gesammelt. Er war in Luxemburg Stammspieler in der ersten Liga und gehört außerdem zur U21-Nationalmannschaft seines Landes. Wir trauen ihm zu, bei uns eine ähnliche Entwicklung wie Miguel Gonçalves zu nehmen. Er bringt gute Voraussetzungen mit und wir sind überzeugt, dass er unserer Mannschaft weiterhelfen wird.“

Auch Jacob Roden passt in diese Linie. Der 24-jährige Stürmer kommt vom TSV Schott Mainz und soll in der Offensive für mehr Tiefe sorgen. Roden hat bereits Regionalliga-Erfahrung gesammelt und in der Oberliga gezeigt, dass er Tore erzielen kann. In der Saison nach dem Abstieg war er mit zehn Treffern in 25 Ligaspielen am direkten Wiederaufstieg der Mainzer beteiligt. In der vergangenen Regionalliga-Saison kam er auf 29 Einsätze, fünf Tore und zwei Vorlagen.

Jacob Roden
Foto: FC 08 Homburg

Für Roden geht es in Homburg nun auch darum, im bezahlten Fußball weiter Fuß zu fassen. Mit der entsprechenden Einstellung kann er dem aktuell einzigen voll einsatzfähigen Mittelstürmer Marc Ehrhart Konkurrenz machen. Gerade diese interne Spannung wird der FCH brauchen. Hilal El-Helwe arbeitet nach Achillessehnenproblemen noch an der Rückkehr, Nico Jörg fehlt nach seiner Operation ebenfalls weiterhin in der Vorbereitung. Offensiv ist also weiterhin Luft nach oben.

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Seitz beschreibt Roden als entwicklungsfähigen Angreifer: „Jacob hat in der vergangenen Saison bewiesen, dass er auch in der Regionalliga Tore erzielen kann. Er ist ein junger Spieler, der noch Entwicklungspotenzial besitzt und den wir weiter ausbilden wollen. Mit seiner Präsenz im Sturmzentrum und seiner Art, Fußball zu spielen, wird er unserer Mannschaft weiterhelfen.“

Auffällig ist bei den bisherigen Verpflichtungen: Der FCH holt bislang vor allem Spieler, die nicht automatisch als gesetzte Stammkräfte wirken, sondern als Herausforderer. Jonas Weyand soll den Konkurrenzkampf im Tor beleben, Aaron Manu bringt zusätzliche Optionen in der Innenverteidigung, Marc Ehrhart und Jacob Roden sollen sich im Sturmzentrum behaupten, Michael Guthörl kann mehrere offensive Rollen übernehmen, Torres kommt nun als junger Rechtsverteidiger hinzu. Das ist keine falsche Richtung. Konkurrenzkampf sorgt für Spannung, und Spannung kann Entwicklung auslösen.

Was dem Kader aber weiterhin fehlt, sind die klaren Schlüsselspieler. Also Akteure, die einer Mannschaft in besonderen Momenten den nötigen Punch geben können. Der Abgang von Markus Mendler mit seinem feinen linken Fuß muss ebenso aufgefangen werden wie der Wechsel von Miguel Gonçalves, der mit seiner Mentalität und Präsenz im Zentrum eine wichtige Rolle eingenommen hatte. Auch Kaan Inanoglu ist offensiv nicht einfach zu ersetzen. Dass der FCH mehrere Spieler verpflichtet hat, ist deshalb nur ein Teil der Antwort. Entscheidend wird sein, welche Qualität noch folgt.

Vor dem Wochenende war die grobe Richtung bekannt: Zwei Stürmer, zwei offensive Außenbahnspieler sowie jeweils ein Links- und ein Rechtsverteidiger sollten den Kader ergänzen. Ein Stürmer ist mit Roden nun dazugekommen, ein Rechtsverteidiger mit Torres ebenfalls. Bei einem Linksverteidiger wird dem Vernehmen nach ebenfalls zeitnah Vollzug erwartet. Offen bleiben damit vor allem die offensive Außenbahn und mindestens eine weitere Position im Angriff. Genau dort dürfte der FCH noch Spieler präsentieren müssen, die nicht nur Breite geben, sondern echte Wirkung entfalten.

Wie weit der aktuelle Kader schon ist, kann er am Dienstagabend zeigen. Dann steht für die Grün-Weißen ein besonderes Testspiel an. Um 18 Uhr gastiert der FCH beim Zweitligisten SV Darmstadt 98 im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Die Partie steht im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums der Zweitliga-Meisterschaft und des Bundesliga-Aufstiegs 1985/86. Gleichzeitig ist es sportlich der nächste Gradmesser in einer Vorbereitung, in der der Kader Stück für Stück wächst, aber weiterhin nicht fertig ist.

Auftaktprogramm des FCH in der Regionalliga Südwest

1. Spieltag, 8./9. August, 14 Uhr:
FC 08 Homburg – 1. FSV Mainz 05 II

2. Spieltag, 14. bis 16. August:
SGV Heilbronn-Freiberg – FC 08 Homburg

3. Spieltag, 21. bis 23. August:
SV Sandhausen – FC 08 Homburg

4. Spieltag, 28. bis 30. August:
FC 08 Homburg – Stuttgarter Kickers

5. Spieltag, 4. bis 6. September:
VfR Mannheim – FC 08 Homburg

6. Spieltag, 8./9. September, 19 Uhr:
FC 08 Homburg – 1. FC Kaiserslautern II

7. Spieltag, 11. bis 13. September:
Eintracht Frankfurt II – FC 08 Homburg

8. Spieltag, 18. bis 20. September:
FC 08 Homburg – KSV Hessen Kassel

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