Symbolbild
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Wer im Saarpfalz-Kreis unter der prallen Sommersonne arbeitet, sollte drei Dinge immer griffbereit haben: Wasser, Sonnencreme und Schatten. Auf diese Kombination pocht die IG BAU Saar-Trier und fasst ihre Empfehlung in einer griffigen Formel zusammen. Die sogenannte WSS-Regel soll all jene schützen, die ihren Job tagtäglich unter freiem Himmel verrichten.

Ganz oben auf der Liste steht der konsequente Umgang mit der Sonnencreme. „Eincremen, eincremen, eincremen. Wenn die Sonne kräftig scheint, heißt das: Lichtschutzfaktor 50. Und alle zwei Stunden nachcremen. Denn intensiver UV-Schutz ist das A und O gegen Hautkrebs“, betont Ute Langenbahn, Vorsitzende der IG BAU Saar-Trier. Ihre Warnung ist eindeutig: Niemand solle sich bei der Arbeit verbrennen lassen.

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Betroffen sind viele Berufsgruppen zugleich. Ob Maurer, Straßenbauer oder Dachdecker, ob Landschaftsgärtnerin oder Erntehelfer – sie alle setzen sich im Sommer stundenlang der Strahlung aus. Deshalb rät die Gewerkschaft auch zu passender Kleidung. „Oben ohne ist bei der Arbeit unter praller Sonne alles andere als sexy“, stellt Langenbahn klar. Möglichst viel Haut solle bedeckt bleiben, und ein luftdurchlässiger Helm mit Nackenschutz gehöre auf dem Bau ebenso dazu wie zum Standard-Outfit.

Ein zweiter Schwerpunkt betrifft das Trinken. Nach Ansicht der IG BAU ist die Versorgung mit Getränken keine Privatsache der Beschäftigten, sondern eine Pflicht des Arbeitgebers. „Auch das Durstlöschen bei Sommerhitze ist Sache des Chefs“, sagt Langenbahn und fordert alle Betriebe im Kreis auf, für eine „Getränke-Flatrate“ zu sorgen. Bei schwerer körperlicher Arbeit in großer Hitze empfiehlt die Gewerkschaft drei bis fünf Liter täglich. Als Faustregel gilt: alle 15 bis 20 Minuten ein volles Glas, am besten Wasser oder kalter Tee.

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Auch der dritte Buchstabe der Formel spielt eine große Rolle. Regelmäßige Pausen im Schatten, etwa unter einem Sonnensegel, seien unverzichtbar. Darüber hinaus rät Langenbahn, die Arbeitszeiten stärker in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen, um die intensivste Mittagshitze zu umgehen. Verantwortlich für Schutzkleidung wie für die Getränke sei stets der Arbeitgeber.

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Über die tägliche Vorsorge hinaus legt die Gewerkschaft allen Beschäftigten einen jährlichen Gang zum Hautarzt nahe. Wer regelmäßig draußen arbeitet, solle den „Hautkrebs-Check“ einmal im Jahr wahrnehmen. Ergänzende praktische Hinweise zum Sonnen- und Hitzeschutz bietet zudem die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) auf ihrer Internetseite an.

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