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Was schlummert noch im saarländischen Untergrund, lange nachdem die Kohleförderung Geschichte ist? Dieser Frage geht ein Lunchtalk der Union Stiftung am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, um 12 Uhr im Haus der Stiftung in Saarbrücken nach. Im Mittelpunkt stehen zwei Begriffe, die in der Debatte um die Energiewende zuletzt deutlich an Gewicht gewonnen haben: weißer Wasserstoff und Flözgas.

Unter dem Titel „Das Erbe der Kohle neu denken“ wird Harald Kiefer die Bühne betreten. Der Projektentwickler aus der Energieindustrie leitet ein Forschungsvorhaben, das die natürlichen Energiegase im saarländischen Untergrund systematisch untersucht. Seine zentrale These: Eine ehemalige Bergbauregion verfügt über geologische Voraussetzungen, die anderswo erst mühsam erschlossen werden müssten.

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Während Politik und Industrie über grünen Wasserstoff, Importrouten und neue Pipelines streiten, rückt Kiefer Ressourcen in den Vordergrund, die direkt vor Ort liegen. Weißer Wasserstoff, der sich auf natürlichem Wege im Gestein bildet, gilt international als eine der vielversprechendsten Entdeckungen der vergangenen Jahre. Flözgas wiederum ist ein Nebenprodukt der Kohle, das in stillgelegten Schächten und Lagerstätten weiterhin vorhanden ist.

Im Vortrag will Kiefer aktuelle geologische Erkenntnisse einordnen und erläutern, welche technischen Hürden eine Förderung tatsächlich mit sich brächte. Genauso wichtig sind ihm die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Denn ohne klare gesetzliche Grundlagen, ohne Investitionssicherheit und ohne gesellschaftliche Akzeptanz bleibt jedes Potenzial im Boden, wo es ist.

Dass die Veranstaltung gerade an der Saar stattfindet, ist kein Zufall. Der Industriestandort sucht seit Jahren nach tragfähigen Perspektiven jenseits klassischer Stahl- und Automobilstrukturen. Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze gehören zu den Stichworten, mit denen die bergbauliche Tradition der Region in ein zeitgemäßes Narrativ überführt werden soll. Kiefer wird ausloten, ob dieser Brückenschlag realistisch ist oder vorerst Vision bleibt.

Die Union Stiftung richtet den Lunchtalk gemeinsam mit der ASKO Europa-Stiftung aus. Beide Häuser verstehen die Reihe als Format, das fachliche Tiefe mit niedrigschwelligem Austausch verbindet. Im Anschluss an den Vortrag lädt man die Gäste zu einem Mittagsimbiss ein, bei dem die Diskussion in kleinerem Rahmen weitergehen kann.

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Die Teilnahme ist kostenfrei, um eine vorherige Anmeldung wird allerdings gebeten. Sie ist über die Webseite der Union Stiftung möglich. Veranstaltungsort ist das Haus der Stiftung in der Steinstraße 10 in Saarbrücken.

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