Foto: Stephan Bonaventura
Anzeige

Was ein Einblick! Es war aber kein Spektakel, kein großes Event. Und doch fiel es unübersehbar auf.

Am 10. Februar leuchtete das Schlossberg Hotel hoch über Homburg in kräftigem Grün. Gleichzeitig wurde auch die Klosterruine Wörschweiler – weithin sichtbar auf ihrem Berg im Ortsteil – grün angestrahlt. Zwei erhöhte Orte, zwei starke Bilder. Wer abends unterwegs war oder aus der Ferne auf die Höhenzüge rund um Homburg blickte, sah sofort: Hier wird ein Zeichen gesetzt.

Anzeige

Anlass war der bundesweite Tag der Kinderhospizarbeit, der jährlich am 10. Februar begangen wird. Initiiert wird er vom Deutschern Kinderhospizverein. Ziel ist es, auf Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen aufmerksam zu machen – und auf die Arbeit der Kinderhospiz- und Palliativdienste, die betroffene Familien oft über Jahre begleiten. Grün steht dabei symbolisch für Hoffnung, Unterstützung und gesellschaftliche Solidarität.

Am deutlichsten ins Auge fiel in Homburg das Schlossberg Hotel. Die Fassade war mit zwölf LED-Flutern ausgeleuchtet, umgesetzt gemeinsam mit delta-max Eventtechnik. Der Aufwand war geplant, die Wirkung bewusst. Hoteldirektorin Corinna Nardi beschreibt die Entscheidung so: „Uns war es wichtig, ein sichtbares Zeichen der Solidarität zu setzen. Der Tag der Kinderhospizarbeit macht auf eine Thematik aufmerksam, die oft im Hintergrund bleibt, aber unglaublich viel Aufmerksamkeit und Unterstützung verdient. Mit der grünen Beleuchtung wollten wir zeigen: Wir stehen hinter dieser wichtigen Arbeit und denken an die betroffenen Familien.“

Anzeige
Foto: Stephan Bonaventura

Die Beteiligung sei keine spontane Idee gewesen. Bereits vor zwei Jahren organisierte das Hotel eine Charity-Veranstaltung zugunsten eines Kinderhospizes. „Die Unterstützung dieser wertvollen Arbeit liegt uns wirklich sehr am Herzen.“ Für Nardi geht es dabei nicht um Symbolik um der Symbolik willen, sondern um ein Handeln, die über einzelne Aktionen hinausreicht. „Als Hotel in Homburg sind wir fest in der Region verwurzelt. Auch durch unsere frühere Charity-Aktion besteht bereits ein Bezug zum Thema Kinderhospizarbeit. Für uns ist es nicht nur eine symbolische Teilnahme, sondern ein Anliegen, diese wichtige Arbeit nachhaltig zu unterstützen und ihr Sichtbarkeit zu geben.“

Parallel beteiligte sich die Stadt Homburg mit der Anstrahlung der Klosterruine Wörschweiler an der landesweiten Initiative. Der Beigeordnete Philipp Scheidweiler unterstrich im Vorfeld die Bedeutung des Engagements: „Die Arbeit der Kinderhospiz- und Palliativteams ist von unschätzbarem Wert. Sie begleiten schwerstkranke Kinder und ihre Familien in einer besonders herausfordernden Lebenssituation mit großer fachlicher Kompetenz, Menschlichkeit und Mitgefühl. Gerne beteiligt sich die Stadt Homburg am Tag der Kinderhospizarbeit, um diese wichtige Arbeit zu würdigen und ihr mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen.“

Homburg war damit Teil einer größeren Bewegung im Saarland: Zahlreiche öffentliche Gebäude und markante Orte wurden an diesem Abend grün beleuchtet. Keine große Show – sondern viele stille Zeichen im ganzen Land.

Foto: Stephan Bonaventura

Dass sich das Schlossberg Hotel beteiligte, war laut Nardi eine klare, reflektierte Entscheidung: „Es ist auf jeden Fall eine bewusste Entscheidung. Wir prüfen immer, welche Aktionen zu unseren Werten passen. Wenn wir uns beteiligen, dann mit voller Überzeugung. Gleichzeitig ist es für uns selbstverständlich, gesellschaftliche Themen nicht zu ignorieren, sondern Haltung zu zeigen.“

Anzeige

Vielleicht liegt die Stärke solcher Tage genau darin: Es braucht keine Mega-Veranstaltung. Keine Lautstärke. Nur Licht. Und die Bereitschaft, Themen sichtbar zu machen, die sonst oft im Verborgenen bleiben. An diesem 10. Februar war Homburg nicht lauter als sonst. Aber für einen Abend deutlich grüner.

💬 Was meinst du dazu?Dein Kommentar
(Visited 205 times, 1 visits today)
Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein