v. l. n. r.: Der stellvertretende Wehrführer Udo Eckhardt, Bürgermeister Michael Forster, Wehrführer Klauspeter Nashan und der Beigeordnete Manfred Rippel mit einem Notfall-Infopunkt-Schild. Im Hintergrund sind Hochwasserelemente und der Teleskoplader zu sehen. - Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung
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Die Homburger Feuerwehr hat aktuell neue Brandschutzkleidung für die Atemschutzgeräteträger, ein Fahrzeug und neue Ausrüstung für Einsätze im Katastrophenschutz sowie für besondere Brandeinsätze bekommen.

Außerdem informierten Wehrführer Klauspeter Nashan und sein Stellvertreter Udo Eckhardt bei einem gemeinsamen Termin mit Bürgermeister Michael Forster und dem Beigeordneten Manfred Rippel auch über die neu eingerichteten Notfall-Infopunkte und das Informations- und Kommunikationszentrum in der Feuerwache Homburg-Mitte.

Im Außenbereich der Feuerwache hatten die Feuerwehrleute einen Abrollcontainer für den Katastropheneinsatz, einen Teleskoplader sowie mehrere Hochwasser-Schutzelemente aufgestellt, um die neue Ausrüstung zu präsentieren. Auch ein Notfall-Infopunkt-Schild hatte Nashan mit dabei. Damit wird auf die Anlaufstellen hingewiesen, die Menschen in Notfällen aufsuchen können, z. B. bei einem Stromausfall.

Zunächst bedankte sich jedoch Bürgermeister Michael Forster auch im Namen des Beigeordneten Manfred Rippel für die wichtige und wertvolle Arbeit der Feuerwehr in Homburg. „Mein Dank geht auch an die Wehrführung, auf die wir uns stets verlassen können und die uns als Stadtverwaltung immer gut beraten kann. Für uns ist es selbstverständlich, dass die Feuerwehrleute, die für die Allgemeinheit nicht nur ihre Zeit opfern, sondern mitunter auch ihre Gesundheit oder ihr Leben riskieren, die bestmögliche Ausrüstung erhalten. Daher danke ich auch dem Stadtrat, dass die Mittel für die neue Brandschutzausrüstung bereitgestellt wurden.“

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Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung

Anschließend erläuterten Klauspeter Nashan und Udo Eckhardt den Teleskoplader, den die Feuerwehr vom städtischen Baubetriebshof übernehmen konnte, nachdem dieser ein größeres Gerät angeschafft habe. „Der Lader ist für uns ideal, wenn es zum Beispiel darum geht, bei einem Heuballenbrand, die Ballen auseinander zu ziehen. Er verfügt zudem über spezielle Greifer, mit denen wir auch schon Pferde retten konnten“, erklärte Wehrführer Nashan.

Auch die Hochwasser-Rückhalteelemente stellten die Feuerwehrleute vor, die angesichts der zunehmenden Wetterextreme künftig häufiger zum Einsatz kommen könnten. Diese Elemente seien auch daher besonders hilfreich, da diese mit den Systemen zahlreicher Kommunen kompatibel seien, so Nashan.

Das Kernstück der Präsentation war allerdings die neue Brandschutzkleidung, die aktuell 110 Atemschutzgeräteträger erhalten haben. Die Auswahl dieser hochwertigen Jacken und Hosen sei gemeinsam mit den Wehrleuten erfolgt, sagte Udo Eckhardt. So verfügten alle Atemschutzgeräteträger nun über den bisherigen sowie den neuen Satz Schutzkleidung. Die neue Schutzkleidung zeichne sich nicht nur durch hohen Tragekomfort und hohe Sicherheitsaspekte aus. „Mit dieser Ausrüstung setzen wir auch unser Hygienekonzept um“, betonte Udo Eckhardt. Da die Kleidung aus zwei Schichten bestehe, könne nach einem Einsatz die oberste Schicht ausgezogen und verpackt werden, so dass die Feuerwehrleute beispielsweise während der Rückfahrt nicht mehr mit der kontaminierten Kleidung in Kontakt kämen. „Die neue Kleidung schützt die Wehrleute nicht nur während des Einsatzes besser als bisher vor giftigen Stoffen wie Brandgasen, sondern auch anschließend, indem das Einatmen oder die Berührung vermieden wird. Zudem ist die Verunreinigung auf der helleren Kleidung besser zu erkennen“, so Eckhardt. Dies wiederum erleichtere die Einhaltung des Wäscheplans, der wichtig sei, da die Kleidung in bestimmten Intervallen imprägniert werden müsse.

Durch mehrere Tests, Absprachen mit der Mannschaft sowie anderen Feuerwehren und dem Hersteller habe diese Neuanschaffung rund 18 Monate gedauert, ergänzte der stellvertretende Wehrführer Eckhardt.

v. l. n. r.: Bürgermeister Michael Forster, Wehrführer Klauspeter Nashan, der Beigeordnete Manfred Rippel und der stellvertretende Wehrführer Udo Eckhardt im IuK-Raum der Feuerwache. Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung

Auf die neuen Notfall-Infopunkte ging Wehrführer Nashan auch näher ein. Insgesamt seien in Homburg 13 Notfall-Infopunkte in allen Stadtteilen eingerichtet worden, die der Bevölkerung im Bedarfsfall als Anlaufstelle zur Verfügung stünden. Durch die zusätzliche Besetzung mit Kleinfahrzeugen, könne die Feuerwehr diese Anlaufstellen weiter aufrüsten, so dass von dort auch bei Stromausfall oder einer gestörten Infrastruktur Funkgespräche möglich seien. Außerdem sei die Feuerwehr in solchen Fällen in der Lage, über die Medien, die Warn-App NINA oder mit Sirenen zu kommunizieren. So erhalte die Bevölkerung an diesen Notfall-Infopunkten Informationen oder könne selbst Notrufe bei Bränden oder medizinischen Notfällen absetzten, falls dies von zu Hause nicht mehr möglich sein sollte. In den Startlöchern steht auch die Montage von zwei Warnsirenen – insgesamt 15 sollen im Stadtgebiet folgen. Darüber hinaus wurden zwei Satellitentelefone angeschafft, mit denen, im Falle eines längerfristigen Stromausfalls, die Kommunikation mit anderen Kommunen sichergestellt werden kann.

Beim Rundgang durch die Feuerwache erläuterten Wehrführer Klauspeter Nashan und Udo Eckhardt abschließend auch den neu ausgerüsteten Raum für Information und Kommunikation.

„Hier können wir im Krisenfall alle Informationen, beispielsweise Bilder von Drohnen, sammeln und zeigen und aktuell reagieren, ohne unmittelbar vor Ort sein zu müssen. Dass wir diesen Raum haben, ist im Notfall enorm wichtig, und wir sind froh, dass wir in Homburg über diese Ausstattung verfügen. Damit sind wir im Saarland ganz vorn dabei“, so Wehrführer Nashan sichtlich dankbar in Richtung Stadtverwaltung und Stadtrat.

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