Wer kennt es nicht: Mitten im Telefonat bricht die Verbindung ab, das Navi lädt nicht oder die Nachricht bleibt im Versand hängen. Solche Alltagsärgernisse zeigen, dass Berechnungen der Netzbetreiber und tatsächliche Empfangsqualität nicht immer deckungsgleich sind. Genau hier setzt die zweite bundesweite Mobilfunkmesswoche an, die vom 24. Juni bis zum 1. Juli läuft.
Acht Tage lang sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, mit ihrem Smartphone aktiv an einer Bestandsaufnahme des deutschen Mobilfunknetzes mitzuwirken. Möglich macht das die App „Breitbandmessung“ der Bundesnetzagentur, die kostenlos und werbefrei in den gängigen App-Stores zum Download bereitsteht. Sie erfasst die Versorgungsqualität des jeweiligen Anbieters und übermittelt die Werte anonymisiert an die Behörde.
Auch das Saarland will sich an der Aktion möglichst breit beteiligen. Digitalminister Jürgen Barke wirbt deshalb ausdrücklich für eine rege Beteiligung. „Die Mobilfunkversorgung im Saarland liegt über dem Bundesdurchschnitt“, betont er. Dennoch komme es in der Praxis immer wieder zu Abweichungen, weil die offiziellen Versorgungswerte unter anderem auf Berechnungen der Netzbetreiber beruhten.
Genau diese Lücke zwischen Theorie und gelebtem Alltag soll die Messwoche schließen. „Die Mobilfunkmesswoche schafft an dieser Stelle Transparenz. Je mehr Saarländerinnen und Saarländer sich an der Datensammlung beteiligen, desto besser wird das Versorgungsbild“, erklärt Barke. Die gesammelten Daten könnten die Netzbetreiber wiederum nutzen, um die Versorgung gezielt dort zu verbessern, wo es noch hakt.
Die Kampagne läuft unter dem Motto „Check dein Netz“ und richtet sich an alle, die regelmäßig mobil unterwegs sind – ob auf dem Arbeitsweg, beim Einkaufen oder zu Hause. Die Messergebnisse fließen in die sogenannte Netzcheck-Karte des Gigabitgrundbuches ein, die einen bundesweiten Überblick über die tatsächliche Verfügbarkeit liefert. So entsteht nach und nach ein realitätsnäheres Bild davon, wo Funklöcher klaffen und wo die Versorgung verlässlich funktioniert.
Für die Teilnahme genügt es, die App zu installieren und sie im Alltag mitlaufen zu lassen. Persönliche Daten werden dabei nicht weitergegeben, die Übermittlung erfolgt ausschließlich anonymisiert. Weitere Informationen zur Aktion stellt das Bundesministerium unter www.check-dein-netz.de bereit. Ein kleiner Beitrag jedes Einzelnen kann am Ende dazu führen, dass Funklöcher sichtbar – und perspektivisch geschlossen – werden.

















