Symbolbild

Hunderte Geldtransporte in ganz Deutschland werden ab dem heutigen Mittwochmorgen (2.1.) bestreikt. Auch die rund 160 Beschäftigten bei Prosegur in Neunkirchen und Föhren (bei Trier) sind zum Warnstreik aufgerufen.  

Ver.di hat bundesweit 12.000 Beschäftigte der Geld- und Wertbranche zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. „Unsere Mitglieder fordern zurecht mehr Geld. Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite ist untragbar,“ sagt Jürgen Jung, zuständiger Landesfachbereichsleiter in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. 

Er fordert stellvertretend für alle ver.di Mitglieder der Branche beider Bundesländer: „dass nun endlich ein Angebot auf den Tisch kommt, über das ernsthaft verhandelt werden kann.“ Nach fünf ergebnislosen Runden mit den Arbeitgebern werden die Tarifverhandlungen am 3. und 4. Januar in Bad Nauheim fortgesetzt.

Durch die Streiks wird der Bargeldverkehr erheblich gestört. Viele Banken und Einzelhandelsgeschäfte bekommen nach den Feiertagen kein frisches Bargeld. Geldautomaten, die nach dem Jahreswechsel vielfach leer sind, werden nicht neu befüllt. Auch die Abholung der Tageseinnahmen bei Warenhäusern, Möbel- und Baumärkten sowie anderen großen Unternehmen ist nicht sichergestellt. 

ver.di fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro pro Jahr, bzw. eine Gehaltserhöhung um 250 Euro pro Monat, sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Außerdem soll eine Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages für die gesamte Branche erreicht werden. 

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