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Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt Bildungsminister Ulrich Commerçon bei seinem Vorhaben, Schülerinnen und Schüler nicht mehr nur nach Klassenarbeitsnoten zu beurteilen. Die bildungspolitische Sprecherin Gisela Kolb betont, dass sich auch Schulen mehr und mehr verändern, genauso wie es die Gesellschaft tut:

„In Zeiten einer verbesserten individuellen Förderung und der handlungs- und kompetenzorientierten Lernpläne muss auch die Art und Weise der Leistungsbewertung angepasst werden, damit diese ihre Aussagekraft behält. Die Regelungen des neuen Erlasses ermöglichen eine bessere und differenziertere Beurteilung der persönlichen Leistung und Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen. Wir können eben nicht alle Schülerinnen und Schüler über einen Kamm scheren. Diese Form von Gleichmacherei über Notenspiegel und Vergleichsarbeiten ist nicht mehr zeitgemäß. Deshalb ist der Erlass nur zu begrüßen. Er gibt der Leistung einen neuen Stellenwert und sorgt für mehr Bildungsgerechtigkeit. Ein Feedback über die Leistungsfortschritte und die unterschiedlichen Fähigkeiten ist sinnvoller als punktuelle Leistungsabfragen. Das ständige Hinterherjagen nach Noten setzt Schülerinnen und Schüler unter Druck und der augenblickliche Stand des Notenspiegels kann demotivieren. Stattdessen müssen wir die Kinder und Jugendlichen mitnehmen und ihre Lernfreude unterstützen und sie motivieren. Der Koalitionspartner sollte sich offen für Veränderungen zeigen und nicht an einem falsch verstandenen Traditionsbegriff festhalten – oder um es mit den Worten von Gustav Mahler zu sagen: ‚Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers‘“.
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