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Anlässlich des Nachweises von Glyphosat in deutschem Bier durch das Umweltinstitut München erklärt Dagmar Ensch-Engel, umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag:

„Das Umweltinstitut München hat die 14 meistgetrunkenen Biere in Deutschland beproben lassen. Das Ergebnis ist erschreckend, die gemessenen Werte liegen bis zu dem 300fachen über dem gesetzlichen Grenzwert von Wasser. Da kann einem die Lust auf ein Bier wirklich vergehen.“

Glyphosat stehe im Verdacht krebserregend zu sein, dennoch werde es fast überall eingesetzt. „Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 5400 Tonnen des Pestizids auf Äckern und Gärten versprüht“, so Ensch-Engel. „Angesichts dieser Messwerte kann vom Deutschen Reinheitsgebot bei Bieren wohl nicht mehr die Rede sein.“

Offensichtlich sei das Glyphosat durch das Getreide in die Biere gelangt, deshalb stehe zu befürchten, dass auch andere Lebensmittel mit hohem Getreideanteil belastet sind.

DIE LINKE fordert deshalb, auch Lebensmittel wie beispielsweise Brot, zu testen.

„Die Bundesregierung muss auf EU Ebene zudem dringend gegen die erneute Zulassung von Glyphosat stimmen. Die Abstimmung ist voraussichtlich schon im März und soll Glyphosat für weitere zehn Jahre zulassen. Die Zeit drängt“, so Ensch-Engel abschließend.

 

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