Drei Millionen Euro stellt das Saarland in den kommenden drei Jahren bereit, um kleine und mittlere Unternehmen beim Aufbau einer eigenen Stromversorgung zu unterstützen. Wirtschaftsminister Jürgen Barke hat dazu ein neues Förderprogramm für Stromspeichersysteme aufgelegt, das Betrieben den Weg zu mehr Energieunabhängigkeit ebnen soll. Pro Vorhaben können Unternehmen bis zu 30.600 Euro Zuschuss erhalten.
Der Kern des Programms: Wer als KMU eine neue Photovoltaikanlage mit mindestens 5 kWp Leistung errichtet und an das Verteilnetz anschließt, kann sich die Anschaffung und Installation eines stationären Stromspeichers fördern lassen. Die Förderquote liegt bei 200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität, wobei die Mindestförderung 1.300 Euro beträgt. Die maximale Speichergröße darf 130 Prozent der PV-Leistung nicht überschreiten, muss aber mindestens 6,5 kWh umfassen. Maximal gefördert werden Speicher bis 153 kWh.
Barke begründet die Initiative mit dem wachsenden Druck auf den Mittelstand durch volatile Energiemärkte. „Wir sehen aktuell, wie internationale Krisen Energiepreise spürbar in die Höhe treiben. Das hat unmittelbare Folgen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen“, sagte der Minister. Eine eigenständige Energieversorgung sei in Zeiten steigender Strompreise ein klarer Wettbewerbsvorteil. Das Programm bezeichnete er als gezielten Beitrag, um die saarländische Wirtschaft unabhängiger von äußeren Einflüssen zu machen.
Auch die Handwerkskammer des Saarlandes begrüßt den neuen Fördertopf. HWK-Präsident Helmut Zimmer betonte, es sei „das Gebot der Stunde, Eigenstrom zu nutzen, statt ihn teuer einzukaufen“. Das Speicherprogramm stelle einen wichtigen Baustein dar, um den saarländischen Mittelstand krisenfest und energetisch unabhängig aufzustellen. Zimmer sprach von einem ausdrücklich willkommenen Rückenwind für die Handwerksbetriebe im Land.
Udo Schmidt, Landesinnungsmeister der saarländischen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke, sieht in der Förderung darüber hinaus einen doppelten Nutzen. „Sie verbindet Klimaschutz mit wirtschaftlicher Vernunft und stärkt gleichzeitig unsere Elektrohandwerksbetriebe als zentrale Umsetzer der Energiewende“, erklärte Schmidt. Die Kombination aus Photovoltaik und Speicher werde durch den Zuschuss deutlich attraktiver, schaffe Aufträge und sichere Arbeitsplätze. Entscheidend sei dabei die unbürokratische Ausgestaltung, die das Programm für die Praxis besonders wertvoll mache.
Das Förderprogramm richtet sich ausschließlich an kleine und mittlere Unternehmen im Saarland. Weitere Informationen zur Antragstellung finden Interessierte unter www.saarland.de/pv-speicher




















