Es gibt Orte, die man mit schweren Tagen verbindet – und an die man trotzdem mit Dankbarkeit zurückkehrt. Das Ronald McDonald Haus Homburg ist so ein Ort. Für viele Familien war es in den vergangenen Jahren ein Zuhause auf Zeit, während ihr schwerkrankes Kind im Universitätsklinikum des Saarlandes behandelt wurde. Beim Sommerfest kamen nun ehemalige und aktuelle Familien wieder zusammen. Es wurde erzählt, gelacht, zurückgeblickt – und für ein paar Stunden stand nicht die Sorge im Mittelpunkt, sondern das Wiedersehen.
Das Fest zeigte einmal mehr, welche Bedeutung das Elternhaus auf dem Homburger Klinikgelände für viele Familien hat. Wer dort gewohnt hat, verbindet mit dem Haus meist eine besonders intensive Lebensphase. Umso wertvoller ist ein Tag, an dem aus früheren Begegnungen neue Gespräche werden und Eltern wie Kinder spüren: Man ist mit diesen Erfahrungen nicht allein.
Für die Kinder war rund um das Sommerfest einiges vorbereitet. Auf der Hüpfburg wurde getobt, am Bastel- und Kreativstand entstanden kleine Kunstwerke, und auch das Technische Hilfswerk war mit einem Angebot dabei. Beim „Heißen Draht“ waren Geschicklichkeit und Konzentration gefragt – und entsprechend groß war der Ehrgeiz, die Aufgabe möglichst fehlerfrei zu meistern. Gerade solche Momente machen ein Fest dieser Art aus: ein bisschen Ablenkung, ein bisschen Leichtigkeit, ein paar strahlende Gesichter.
Parallel zum Sommerfest fand auch das SOLO Charity Race 2026 statt. Zahlreiche Radfahrer und Wanderer machten sich für den guten Zweck auf den Weg und unterstützten mit ihrer Teilnahme Familien schwerkranker Kinder. Damit wurde der Tag nicht nur zu einem Treffen auf dem Gelände, sondern auch zu einem sichtbaren Zeichen dafür, wie viele Menschen bereit sind, sich für das Ronald McDonald Haus und seine Arbeit einzusetzen.
Für Tanja Meiser, die Leiterin des Ronald McDonald Hauses Homburg, zeigte dieser Tag eindrucksvoll, welche Bedeutung solche Begegnungen haben. Viele Familien kämen beim Sommerfest wieder mit Menschen zusammen, die sie in einer herausfordernden Lebensphase begleitet hätten. Gleichzeitig werde sichtbar, wie groß die Bereitschaft sei, Familien schwerkranker Kinder zu unterstützen.
Möglich wurde das Sommerfest durch viele Helfer, Partner und Unterstützer. Dazu gehörten unter anderem Helden für Herzen e. V., Kiwanis Saarbrücken, das Technische Hilfswerk, die Kreissparkasse Saarpfalz, die Stadtwerke Homburg, das Team von McDonald’s Getrey, Elektro Baumann, Round Table 109 Zweibrücken, John Deere Zweibrücken, GeSaar Reinigungsservice, Katja Molter-Basler sowie das ehrenamtliche Team des Ronald McDonald Hauses Homburg.
Besondere Wertschätzung erhielt das Fest auch durch mehrere Gäste. Innenminister Reinhold Jost war ebenso vor Ort wie eine italienische Delegation der Special Olympics. Auch Schirmherr Christian Schwarzer besuchte das Sommerfest. Für das Team des Ronald McDonald Hauses waren diese Besuche ein Zeichen dafür, dass die Arbeit des Hauses weit über den Klinikalltag hinaus wahrgenommen wird.
Seit 2005 bietet das Ronald McDonald Haus Homburg Familien schwerkranker Kinder ein Zuhause auf Zeit. Jedes Jahr nutzen rund 180 Familien eines der 14 Apartments, um während der Behandlung ihres Kindes am Universitätsklinikum in unmittelbarer Nähe bleiben zu können. Träger ist die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung, die sich seit 1987 in Deutschland für die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern einsetzt. Miroslav Klose und Christian Schwarzer haben die Schirmherrschaft für das Homburger Elternhaus übernommen.
Am Ende blieb vom Sommerfest vor allem der Eindruck eines Tages, der vielen gutgetan hat. Familien trafen vertraute Gesichter wieder, Kinder konnten unbeschwert spielen, und durch das SOLO Charity Race wurde die Unterstützung für das Haus noch einmal sichtbar. Für das Ronald McDonald Haus Homburg war es ein Tag, der zeigte, warum Nähe, Hilfe und offene Türen für betroffene Familien so wichtig sind.
Alle Fotos: Friedel Simon














































































