Landrat Frank John beglückwünschte Norbert Bentz zum Erhalt des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Foto: Anika Bäcker
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Mehr als ein halbes Jahrhundert im Dienst des Bevölkerungsschutzes: Für dieses außergewöhnliche Engagement hat Norbert Bentz im November vergangenen Jahres aus den Händen des saarländischen Innenministers Reinhold Jost das Bundesverdienstkreuz erhalten. Nun lud Landrat Frank John den langjährigen Helfer des Technischen Hilfswerks ins Homburger Landratsamt, um ihm persönlich zu dieser besonderen Auszeichnung zu gratulieren.

Die Geschichte dieses Engagements beginnt 1973. Damals war Bentz noch keine 15 Jahre alt, als eine Werbeaktion des THW an seiner Schule sein Interesse weckte. Wenig später trat er als Junghelfer dem Ortsverband St. Ingbert bei, im Herbst desselben Jahres startete er seine Ausbildung zum Maschinenschlosser bei der St. Ingberter Maschinenfabrik Gema. Was als jugendliche Neugier begann, sollte zur Lebensaufgabe werden.

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Bereits zwischen 1980 und 1992 übernahm er die Jugendarbeit im Ortsverband und legte damit das Fundament für eine schlagkräftige Jugendgruppe. Parallel wuchs er in Führungsverantwortung hinein: erst als Trupp- und Gruppenführer, später als stellvertretender Zugführer und stellvertretender Ortsbeauftragter in der Fachgruppe Kommunikation. Von 1992 bis 2018 stand er schließlich als Ortsbeauftragter an der Spitze des THW-Ortsverbands St. Ingbert.

Die Liste seiner Einsätze liest sich wie eine Chronik der großen Naturkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Nach den Orkanen Wiebke 1990 und Lothar 1999 war er ebenso im Einsatz wie beim Elbe-Hochwasser 2002 im Raum Magdeburg. Auch im Ahrtal half er 2021 mit, später dann beim Pfingsthochwasser 2024 direkt vor der eigenen Haustür im Saarpfalz-Kreis. „Menschen in Not helfen wollen und können, waren und sind mein größter Antrieb“, bringt Bentz seine Motivation auf den Punkt.

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Dass er sein Amt als Ortsbeauftragter nach 25 Jahren bewusst weitergab, war eine Entscheidung aus Überzeugung. „Man sollte nicht an seinem Amt kleben“, sagt er. Untätig ist er deshalb längst nicht: Als Sicherheitsbeauftragter und Fachberater bleibt er aktiv, seit 2011 fungiert er zudem als Kreisbeauftragter des THW für den Saarpfalz-Kreis.

Der Ortsverband selbst zählt heute rund 100 Mitglieder, von denen etwa 60 bis 65 für Einsätze bereitstehen. Jeden Dienstagabend wird geübt, im Schnitt rücken die Helfer zu rund 20 Einsätzen pro Jahr aus. Die rund 20 Jugendlichen in der Nachwuchsgruppe sind Bentz besonders wichtig – denn gerade die Gewinnung junger Helfer sieht er als eine der zentralen Herausforderungen. Während früher viele Aktive über die Jugendarbeit nachwuchsen, kämen heute oft erst Menschen jenseits der 50 zur Organisation, beobachtet er.

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Landrat Frank John fand bei der Begegnung deutliche Worte der Anerkennung. Bentz habe den Bevölkerungsschutz in der Region nachhaltig geprägt. „Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes ist Ausdruck höchster Wertschätzung für viele Jahre außerordentlichen Wirkens im Dienst der Gemeinschaft. Norbert Bentz hat mit seinem großen Engagement im THW und seinem Einsatz für Menschen in Not über Jahrzehnte hinweg einen wertvollen Beitrag für das Gemeinwohl geleistet“, betonte John. Mit größtem Respekt danke er ihm auch im Namen des Saarpfalz-Kreises und gratuliere herzlich. Als sichtbares Zeichen der Wertschätzung überreichte der Landrat eine Bliesgaukiste mit regionalen Produkten.

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