v.l.n.r.: David Lindemann (Chef der Staatskanzlei des Saarlandes), Wolfgang Imbsweiler, Horst Hornberger, Nicole Herrmann (SPD-Stadtverbandsvorsitzende), Bernd Benner (SPD-Stadtverbandsvorsitzender) Foto: SPD Bexbach/Hornberger
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Die höchste Auszeichnung, die die SPD an ihre Mitglieder vergeben kann, hat im Rahmen der jüngsten Stadtverbandskonferenz in Bexbach zwei vertraute Gesichter erreicht: Horst Hornberger und Wolfgang Imbsweiler wurden mit der Willy-Brandt-Medaille geehrt. Beide gelten in der lokalen Sozialdemokratie längst als Urgesteine, deren Wirken die Stadt über Jahrzehnte mitgeprägt hat.

Eingeführt wurde die Medaille im Jahr 1996 durch einen Beschluss des Parteivorstandes. Sie trägt das Andenken des früheren Bundeskanzlers und Friedensnobelpreisträgers Willy Brandt weiter und wird jenen Mitgliedern verliehen, die sich in besonderem Maße um die Grundwerte der Partei – Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – verdient gemacht haben. Eine Auszeichnung also, die nicht alltäglich ist und ein politisches Lebenswerk würdigt.

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Die Laudatio hielt David Lindemann, Chef der saarländischen Staatskanzlei. Er stellte das jahrzehntelange ehrenamtliche Wirken der beiden Geehrten in den Mittelpunkt seiner Rede. Hornberger und Imbsweiler hätten sich unermüdlich in unterschiedlichsten Funktionen für Bexbach, für Höchen und Niederbexbach und darüber hinaus eingebracht. Beide, so Lindemann, seien Vorbilder, deren Engagement weit über Parteigrenzen hinweg anerkannt werde. Bereits 2018 hatte die Landesregierung beide mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille bedacht.

Die Liste der Ämter, die Horst Hornberger im Lauf seines politischen Lebens ausgefüllt hat, liest sich beinahe wie eine kommunalpolitische Chronik. Seit 51 Jahren gehört er dem Vorstand des SPD-Ortsvereins Höchen an, 32 Jahre davon als Vorsitzender. Von 1995 an leitete er zwei Jahrzehnte den SPD-Stadtverband Bexbach. Im Stadtrat saß er ab 1979 ganze 40 Jahre, 20 Jahre als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und zehn Jahre als Vorsitzender seiner Fraktion. 1999 vertrat er Bexbach zudem für einige Monate im saarländischen Landtag.

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Auch jenseits der Politik hat sich Hornberger einen Namen gemacht. Im TuS Höchen war er seit 1991 stellvertretender Vorsitzender und übernahm von 2015 bis 2026 den Vorsitz. Wer das kommunale Vereinsleben kennt, weiß, wie viele stille Stunden hinter solchen Zahlen stecken.

Wolfgang Imbsweiler bringt eine vergleichbar dichte Vita mit. 34 Jahre lang führte er den SPD-Ortsverein Niederbexbach, mehrere Jahre amtierte er als Ortsvorsteher seines Heimatortes. Zwei Jahrzehnte gehörte er als Beigeordneter der Stadtspitze an, davon 15 Jahre als Erster Beigeordneter. Hinzu kommen 30 Jahre als Mitglied des Stadtrates. Auch in der Gewerkschaft und in zahlreichen Vereinen war und ist er aktiv – seit 2015 etwa als Vorsitzender des Vereins Saarländisches Bergbaumuseum Bexbach.

Die Würdigung in Bexbach ist damit mehr als ein symbolischer Akt. Sie macht sichtbar, wie sehr eine Stadt von Menschen lebt, die sich über Jahrzehnte einbringen, ohne dabei nach Anerkennung zu fragen – und unterstreicht zugleich, welches Gewicht ehrenamtliches Engagement im kommunalen Gefüge nach wie vor hat.

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