Symbolbild

Die Saar-SPD möchte in der kommenden Legislaturperiode einen Reparaturbonus für Elektrogeräte einführen und wirbt dafür auch in ihrem Regierungsprogramm.

„Weltweit kommen jährlich mehr als 53 Millionen Tonnen Elektroschrott zusammen. Wenn der Föhn, der Wasserkocher oder das Bügeleisen den Geist aufgeben, wandern sie schnell auf dem Wertstoffhof“, kritisiert Kira Braun, Juso-Landesvorsitzende und Kandidatin der Saar-SPD für den Landtag. Dabei gehörten Elektrogeräte nicht nach wenigen Jahren auf den Schrott. Wer seine Geräte reparieren lasse, vermeide Müll und leiste einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Saarland. „Nach unserer Vorstellung sollte künftig ein Reparaturbonus von bis zu 100€ die Reparatur als Alternative zum Neukauf attraktiver machen. Das stärkt das regionale Handwerk, die regionalen Wirtschaftskreisläufe und schützt die Umwelt.“

Ein Reparaturbonus kommt sowohl den Verbrauchern als auch der Umwelt zu Gute, findet derweil Susanne Speicher, Sprecherin von Fridays for Future im Saarland und Kandidatin der Saar-SPD für den Landtag. „Die Nutzungsdauer von Elektrogeräten wird verlängert, Rohstoffe wie seltene Erden und Metalle werden geschont und massenweise CO2 eingespart. Langfristig müssen alle Elektrogeräte so produziert werden, dass sie einfach zu reparieren sind“, fordert Speicher. Qualität, die sich reparieren lasse, anstatt Quantität für die Tonne, könnten zusätzlich positive Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern haben. „So geht Klimaschutz – sozial und ökologisch“, so die SPD-Politikerin.

In einem „einfachen, unbürokratischen und digitalen“ Antragsverfahren sollen sich die saarländischen Einwohner um den Bonus bewerben, damit mehr defekte Produkte repariert werden. Dabei sollen die Reparaturkosten in Höhe von 50 Prozent der Bruttoreparaturrechnung für ein Elektrogerät erstattet werden, maximal 100 Euro pro Verbraucher und Jahr.

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