Symbolbild

Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (MUV) hat 2019 das Sonderförderprogramm „Ländliche Entwicklung“ ins Leben gerufen, mit dem unter anderem Maßnahmen im Rahmen der Dorfentwicklung unterstützt werden. Das Innenministerium bezuschusst die vom Umweltministerium geförderten Projekte mit ergänzenden Bedarfszuweisungen, um die Kommunen finanziell weiter zu entlasten. 

 Konkret ist das Programm auf die Unterstützung von Projekten ausgerichtet, die

  • die Infrastruktur für die Dorfgemeinschaft erneuern, verbessern oder ausbauen, darunter auch der Bau und die Sanierung von Dorfgemeinschaftshäusern;
  • die für die Menschen die Nahversorgung verbessern, z.B. durch eine Dorfbäckerei;
  • grundlegende Sanierungen (z.B. Dach, Fassade etc.) oder andere Instandhaltungsarbeiten (z.B. Anstrich, Bodenbeläge o.ä.) an Bestandsgebäuden ermöglichen.

Der Fokus liegt insbesondere auf der baulichen und fachlichen Erneuerung der Ortskerne, bspw. durch den Umbau und die Wiederbelebung von seit längerem leerstehenden Wohn- und Wirtschaftsgebäuden sowie ehemaligen Schulen.

Durch die Förderkooperation der beiden Ministerien kann eine Zuschussquote von bis zu 90% für Maßnahmen im ländlichen Raum erreicht werden. Damit wird den Kommunen die Möglichkeit eröffnet, trotz der angespannten Haushaltslage zahlreiche Zukunfts- und Entwicklungsprojekte zu realisieren, welche die Gesamtentwicklung der Dörfer weiter voranbringen.

Bis 2022 war ursprünglich ein Etat für ergänzende Bedarfszuweisungen in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro angesetzt. Die Zahl der eingegangenen Förderanträge hat jedoch gezeigt, dass der Bedarf weitaus größer ist. Deshalb wurde der Betrag angepasst: von 2021 bis 2023 stehen nun jährlich zwei Millionen Euro an Bedarfszuweisungen zur Verfügung. Zum aktuellen Zeitpunkt konnten mehr als vier Millionen Euro an ergänzenden Bedarfszuweisungen vom Innenministerium für über 130 Projekte im Rahmen der nachhaltigen Dorfentwicklung bereitgestellt werden.

Innenminister Klaus Bouillon: „Dank unserer erfolgreichen Kooperation mit dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ist es möglich, den notwendigen Aufholprozess voranzutreiben, eine moderne Infrastruktur zu schaffen und die Dörfer in den ländlichen Teilregionen des Saarlandes zukunftsfähig zu machen. Dies sind Grundvoraussetzungen, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu erreichen.“

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