Quelle: FC 08 Homburg

Nach dem Schlusspfiff ertönt ein lautes Pfeifkonzert, hängende Köpfe, „Trainer raus“-Rufe und harte Diskussionen am Zaun zwischen Fans und Mannschaft. Diesen Abschluss des Spieltages haben sich die Grün-Weißen aber nach dem tristen 1:1 im Heimspiel gegen Eintracht Trier selbst zuzuschreiben. 

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Zuvor bot die Mannschaft von Trainer Timo Wenzel ein uninspiertes Spiel gegen biederer Gäste aus Trier. Die Mannschaft von Gäste-Coach Josef Cinar hat sich nach der bitteren 1:6-Klatsche am Dienstag gegen Hoffenheim II in einem tiefen 5-4-1 mehr um das Verteidigen bemüht, die dadurch entstehende Spielkontrolle wusste der FC 08 Homburg aber nicht zu nutzen. Über weite Strecken sahen die gut 2000 Zuschauer im Homburger Waldstadion lediglich Ballgeschiebe der Heimmannschaft, denen kein kreatives fussballerisches Mittel einfiel, den Defensiv-Riegel der Gäste zu knacken.

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Dabei startete der FCH in den Anfangsminuten durchaus motiviert, aber lediglich Fabian Eisele zwang in der 30.Minute durch einen noch abgefälschten Schuss aus rund 16 Metern Gäste-Keeper Denis Wieszolek zu einer schönen Flugeinheit. Ansonsten blieben nennenswerte Strafraumszenen Mangelware. Das änderte sich auch im zweiten Spielabschnitt nicht wirklich, aber dennoch trafen die Gäste zur 1:0-Führung. Nach einem weiten Abschlag von Wieszolek macht Trier Tempo in Richtung Homburger Strafraum, drei Flankenversuche kann die Hintermannschaft noch klären, aber der Abschluss von Maurice Roth aus dem Rückraum schlägt unhaltbar für David Salfeld im linken Eck ein. 

Wer nun eine offensive Reaktion der Grün-Weißen erwartet hat, wurde bitter enttäuscht. Auch weiterhin agierten die Hausherren ohne Tempo und ohne Idee. Das es wenigstens noch zum Ausgleich reichte, ist Lukas Hoffmann zu verdanken. Mit dem Ball am Fuß dribbelte er mal auf das Abwehrbollwerk zu, zog einen Gegenspieler aus der Kette raus und verschafft Tim Steinmetz so auf der rechten Strafraumseite den Platz für eine schön geschnittene Flanke in den gegnerischen Strafraum. Die nutzte Goalgetter Fabian Eisele in schöner Knipser-Manier und versenkt die Kugel zum 1:1 im Netz (77´). Es sollte die einzige erwähnenswerte Aktion der Wenzel-Elf sein, die auch danach ohne erkennbaren Plan agierte. Das es manchmal eben solche 1-gegen-1-Situationen gegen tierstehende Abwehrreihen brauch, um für Unruhe in der gegnerischen Hintermannschaft zu sorgen? Diese Erkenntnis drang nicht auf den Platz durch, stattdessen flogen weiterhin Flanken in Richtung Trierer Tor, die aber sichere Beute der Gäste blieben. Da sorgte die Eintracht durch schnelle Umschaltmomente eher für Torgefahr, hatte aber Pech, dass der schöne Abschluss von Dominik Kinscher nur am rechten Pfosten landete. 

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Unter dem Strich ein verdientes und leistungsgerechtes Remis, dass von der Eintracht gebührend gefeiert wurde. Homburg läuft weiter den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. Lediglich die Ergebnisse auf den anderen Plätzen belassen es beim 8-Punkte-Rückstand auf Spitzenreiter SSV Ulm. Mit der Art und Weise, wie sich der FCH aber in den vergangenen Wochen präsentiert hat, dürfte es jedoch selbst den größten Optimisten schwer fallen, an eine sportliche Wende bis zur Winterpause zu glauben. Warum die Mannschaft von Trainer Timo Wenzel das durchaus vorhandene Potential nicht auf das Feld bringt? Diese Frage wird das Trainerteam in den kommenden Tagen beantworten müssen, denn sonst dürften die Forderungen nach einem Trainerwechsel nicht verstummen.

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