Am Montag, dem 20. September, in der Zeit zwischen 23 Uhr und 23.30 Uhr, ereignete sich eine Verfolgungsfahrt von Neunkirchen bis nach Rehlingen über eine Gesamtstrecke von 52 km. Im Rahmen einer Streifenfahrt wurde durch Kräfte der Polizei Neunkirchen ein silberner Ford Focus in der Königstraße in Neunkirchen festgestellt. Der Pkw sollte im Anschluss einer Verkehrskontrolle unterzogen werden.

Der Pkw wurde mittels Anhaltezeichen „STOPP-Polizei“ aufgefordert anzuhalten. Diese Anhaltezeichen ignorierte der Fahrer und überholte auf der Westspange ein vor ihm fahrendes Fahrzeug und beschleunigte in Fahrtrichtung B41. Eine Kennzeichenüberprüfung ergab, dass das WND-Kennzeichen aktuell nicht zugelassen ist.

Der flüchtende Fahrer fuhr schließlich über die A8 bis zur Ausfahrt Dillingen konstant mit überhöhter Geschwindigkeit (bis zu 180 km/h). Im dortigen Baustellenbereich endete die Verfolgungsfahrt, da der Ford Focus mit der Leitplanke kollidierte. Nach dem Unfallgeschehen, bei welchem das flüchtende Fahrzeug total beschädigt wurde, flüchteten die drei Fahrzeuginsassen fußläufig in den Böschungsbereich und konnten dort unter Zuhilfenahme eines Diensthundes durch die Kräfte der Polizei Neunkirchen, leicht verletzt, gestellt werden.

Noch während der Maßnahmen vor Ort gelang es, Aufnahmen von einer Geschwindigkeitsmessanlage, welche im Verlauf der Fahrtstrecke aufgestellt war, zu erlangen. Hierdurch war eine zweifelsfreie Bestimmung des Fahrers möglich. Bei dem Fahrer handelte es sich um einen polizeibekannten, 23-jährigen Mann aus Neunkirchen.

Weiterhin im Fahrzeug waren als Insassen dessen 21 Jahre alter Bruder, ebenfalls aus Neunkirchen und eine 34-jährige männliche Person aus Kaiserslautern. Nach Beendigung der Sachverhaltsaufnahme vor Ort wurden die drei Personen zur Polizeiinspektion nach Saarlouis verbracht. Dort wurde bei dem Fahrer eine Blutprobe entnommen, da er zur Tatzeit unter alkoholischer Beeinflussung stand. Der Fahrer war zur Tatzeit nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Die Kennzeichen wurden durch die Polizei sichergestellt.

Nach Abschluss der Maßnahmen konnte der Fahrer die Polizeidienststelle verlassen. Weitere polizeiliche Ermittlungen hinsichtlich der verübten Straftaten dauern noch an. Der 23-jährige Mann bestellte sich nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ein Taxi um zurück nach Neunkirchen zu gelangen. In Neunkirchen entfernte er sich bei günstiger Gelegenheit ohne den hierfür notwendigen Fahrpreis zu entrichten. Auch hier wurde ein Strafverfahren gegen den Mann eingeleitet.

Insgesamt waren Kräfte der Polizei Neunkirchen, der Polizei Saarlouis, der Polizei Sulzbach, der Polizei Burbach, der Hundestaffel und der Verkehrspolizeiinspektion in die Verfolgungsfahrt und die polizeilichen Maßnahmen involviert und gebunden. Aufgrund der Tatsache, dass der Pkw durch den Fahrer rücksichtslos auf der Verfolgungsstrecke geführt wurde, bittet die Polizei um sachdienliche Hinweise unter der Tel.: 06821/203-113.

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