Foto: www.bexbach.de

Infrastruktur, Digitalisierung und Stadtentwicklung: Beim Neujahrsempfang der Stadt Bexbach ging es weniger um große Worte als um konkrete Vorhaben für die kommenden Monate. Bürgermeister Christian Prech nutzte den Jahresauftakt, um einen Überblick über zentrale Projekte für 2026 zu geben. Im Mittelpunkt standen Investitionen in Infrastruktur, der weitere Ausbau digitaler Verwaltungsangebote sowie mehrere Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Kultur und Stadtentwicklung.

In Form eines Videofilms präsentierte die Stadt einen Rückblick auf das Jahr 2025 und gab einen Ausblick auf die kommenden Monate. Dabei ging es weniger um einzelne Veranstaltungen als um strukturelle Entwicklungen. Prech verwies darauf, dass Bexbach in den vergangenen Jahren trotz angespannter Finanzlage zahlreiche Projekte angestoßen habe. „Es ist schon gewaltig, was wir hier in Sachen Infrastruktur hineinstecken“, sagte der Bürgermeister mit Blick auf laufende und geplante Investitionen.

Anzeige

Ein besonderer Fokus lag auf dem Bereich Feuerwehr und Gefahrenabwehr. So wurde für den Löschbezirk Höchen ein neues Feuerwehrfahrzeug angeschafft, das rund 700.000 Euro kostete. Darüber hinaus bezeichnete Prech die geplanten Gerätehäuser Nord und Süd als zentrale Zukunftsprojekte, deren Umsetzung für die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr von großer Bedeutung sei.

Auch das Thema Bildung nahm breiten Raum ein. Als besonders wichtig nannte der Bürgermeister das Projekt „Freiwillige Ganztagsschule Frankenholz“. Es gehe darum, die Bildungsangebote in der Stadt weiterzuentwickeln und an veränderte Anforderungen anzupassen. Parallel dazu wird in Bexbach über den Bau einer Halle mit Sportmöglichkeiten für größere Veranstaltungen nachgedacht. Hier soll zunächst eine Machbarkeitsstudie klären, in welcher Form ein solches Projekt realisierbar ist.

Anzeige

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Digitalisierung der Stadtverwaltung. Nach Angaben Prechs wurde ein Bürgerrathaus geschaffen, um Zuständigkeiten und Dienstleistungen übersichtlicher zu bündeln. Zudem sei man bei der Umsetzung der Leistungen des Onlinezugangsgesetzes auf einem guten Weg. Ergänzt werde dies durch die Einführung eines Dokumentenmanagementsystems, das interne Abläufe beschleunigen und Bearbeitungszeiten verkürzen soll.

Darüber hinaus setzt die Stadt auf digitale Informationsangebote für die Bevölkerung. Mit der Bexbach-App können Bürger unter anderem Mängel melden und sich über städtische Angebote informieren. Auch die Homepage der Stadt wird kontinuierlich ausgebaut. Ergänzend dazu erscheinen die neu eingeführten „Bexbacher Nachrichten“ in gedruckter Form, um Informationen auch analog zugänglich zu machen.

Im kulturellen Bereich nimmt der Kulturbahnhof eine zentrale Rolle ein. Er dient nach Angaben der Stadt als kulturelles Zentrum mit Veranstaltungs- und Ausstellungsflächen, der Kulturverwaltung sowie weiteren Nutzungen. Dort fanden zuletzt neue Formate statt, darunter erstmals auch eine Halloweenveranstaltung. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien überwiegend positiv ausgefallen.

Neben der Kultur schreiten auch Projekte der Stadtentwicklung voran. So wird die Neugestaltung des Aloys-Nesseler-Platzes weiterverfolgt. Für den Stadtteil Kleinottweiler ist zudem ein Dorfgemeinschaftshaus geplant. Die ehemalige Kirche soll zu einem Treffpunkt für mehrere Generationen umgebaut werden. Gespräche mit der evangelischen Kirche laufen, der Start der konkreten Umsetzung ist für 2026 vorgesehen.

Mit dem Überblick über diese Projekte verband Bürgermeister Prech die Hoffnung, die finanzielle Situation der Stadt langfristig zu stabilisieren. Ziel sei es, die kommunale Handlungsfähigkeit weiter zu stärken und Bexbach als lebenswerte Stadt für Wohnen, Arbeiten und Freizeit zu erhalten.