Foto: Honkphoto
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Wie verändert Zuwanderung den deutschen Arbeitsmarkt – und welche Rolle spielt sie für die Zukunft des Sozialstaats? Diese Fragen rücken am 23. Juni in den Mittelpunkt der zweiten Ausgabe der Diskussionsreihe „Demokratie braucht Diskurs“. Ab 18 Uhr treffen in der Sparte 4 des Saarländischen Staatstheaters der saarländische Finanz- und Wissenschaftsminister Jakob von Weizsäcker und der Arbeits- und Migrationsforscher Prof. Dr. Herbert Brücker aufeinander.

Die Reihe ist ein gemeinsames Projekt des Staatstheaters, der Universität des Saarlandes, der IHK Saarland sowie des Ministeriums der Finanzen und für Wissenschaft. Ziel ist es, drängende Zukunftsfragen wissenschaftlich fundiert einzuordnen und einen Dialog zwischen Forschung, Politik und Öffentlichkeit anzustoßen.

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Kaum ein Thema bewegt die gesellschaftliche Debatte derzeit so stark wie Migration. Deutschland altert, in zahlreichen Branchen fehlen qualifizierte Arbeitskräfte – und parallel dazu wird kontrovers darüber gestritten, welchen Beitrag Zuwanderung zur Fachkräftesicherung leisten kann und welche Belastungen oder Chancen sich daraus für den Sozialstaat ergeben. Die Veranstaltung will weniger Schlagworte als belastbare Befunde liefern.

Herbert Brücker gilt als einer der profiliertesten Migrationsforscher des Landes. Seit Jahren untersucht er die ökonomischen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Zuwanderung. Im Gespräch mit Minister von Weizsäcker geht es um aktuelle Forschungsergebnisse zum Zusammenspiel von demografischem Wandel und Fachkräftemangel, um die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und anderen Migrantinnen und Migranten sowie um die Frage, welche politischen Werkzeuge Integration tatsächlich voranbringen – und an welchen Stellen Strukturen den Fortschritt eher ausbremsen.

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Der Auftakt der Reihe mit der Politikwissenschaftlerin Constanze Stelzenmüller zur europäischen Sicherheitsordnung hatte breiten Zuspruch gefunden. Mit dem Themenkomplex Migration und Arbeitsmarkt folgt nun eines der zentralen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Felder der kommenden Jahre. Die Veranstalter setzen darauf, dass eine sachliche, von Forschung gestützte Debatte gerade jetzt einen Mehrwert bietet, wo öffentliche Diskussionen oft von emotionalen Zuspitzungen geprägt sind.

Fortgesetzt wird das Format bereits am 7. September. Dann sprechen die Ökonomen Prof. Michael Hüther und Prof. Sebastian Dullien gemeinsam mit Minister von Weizsäcker über die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und Europas sowie über die Spielräume einer aktiven Wirtschaftspolitik in Zeiten globaler Umbrüche.

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Weitere Informationen und die Anmeldung zur Veranstaltung am 23. Juni stellt die IHK Saarland auf ihrer Internetseite bereit.

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