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Heute Abend rollt der Ball. Mit dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 – und spätestens am Sonntag dürfte das Turnier auch in Homburg richtig ankommen. Dann greift die deutsche Nationalmannschaft ins Geschehen ein. Gegner ist Curaçao, Anstoß ist um 19 Uhr. Und genau dafür soll der Christian-Weber-Platz wieder zum Treffpunkt für Fußballfans werden.

Wer schon einmal bei einem großen Turnier mit vielen anderen auf einem Platz gestanden hat, weiß: Das ist nicht dasselbe wie Fußball allein auf dem Sofa. Es geht um die Spannung vor dem Anpfiff, um die ersten Reaktionen auf der Leinwand, um gemeinsames Aufatmen, Ärgern, Jubeln. Genau diese Atmosphäre soll in Homburg zurückkehren. Noch ist die ganz große WM-Euphorie vielleicht nicht überall spürbar. Aber solche Turniere haben ihre eigene Dynamik. Ein gutes erstes Spiel, ein voller Platz, ein lauer Sommerabend – manchmal reicht das schon.

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Dieses Gefühl will Thorsten Bruch von TOB Events auf dem Platz vor Peek & Cloppenburg zurückbringen. Geplant ist ein Public Viewing für alle Spiele der deutschen Mannschaft. Mindestens drei Partien sind damit gesetzt, im besten Fall können die Fans in Homburg sogar acht Deutschlandspiele live auf der rund 30 Quadratmeter großen LED-Wall verfolgen. Der Eintritt ist frei. Geöffnet wird der abgesperrte Bereich jeweils zwei Stunden vor Anpfiff – also am Sonntag rechtzeitig vor dem deutschen WM-Auftakt.

Die drei Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft stehen zunächst fest. Am Sonntag geht es um 19 Uhr gegen Curaçao. Danach folgen die Partien gegen die Elfenbeinküste am Samstag, 20. Juni, und gegen Ecuador am Donnerstag, 25. Juni. Beide Spiele beginnen um 22 Uhr. Sollte Deutschland die K.o.-Runde erreichen, soll auch danach auf dem Christian-Weber-Platz weiter gemeinsam geschaut werden. Ohne deutsche Beteiligung ist nach aktuellem Stand kein Public Viewing vorgesehen.

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Ganz ohne Regeln funktioniert ein solches Format natürlich nicht. Das Konzept orientiert sich an der EM 2024. Der Platz wird abgesperrt, am Eingang sind Sicherheitskontrollen vorgesehen. Eigene Speisen und Getränke dürfen nicht mitgebracht werden, die Versorgung läuft über Angebote vor Ort. Wegen des Lärmschutzes sind Gasdruckfanfaren und Vuvuzelas verboten. Gerade bei den späteren Anstoßzeiten dürfte das wichtig sein.

Für Thorsten Bruch bleibt das Ganze trotzdem ein Stück weit Wagnis. Public Viewings hängen immer an mehreren Dingen gleichzeitig: am Wetter, am Abschneiden der Mannschaft, an der Stimmung im Land – und daran, ob die Menschen wirklich kommen. Die drei Gruppenspiele sind sicher. Richtig tragen wird sich der Aufwand aber natürlich eher dann, wenn Deutschland länger im Turnier bleibt. Entsprechend hofft der Veranstalter auf gutes Wetter und möglichst viele Spiele mit deutscher Beteiligung.

Die WM 2026 ist ohnehin ein Turnier mit besonderen Rahmenbedingungen. Gespielt wird in den USA, Kanada und Mexiko. Für Fans in Deutschland bedeutet das teils ungewohnte Anstoßzeiten. Manche Spiele laufen am frühen Abend, andere um 21 oder 22 Uhr, einige sogar noch später. Für Veranstalter ist das nicht ganz einfach. Zugleich wurden für Public-Viewing-Angebote befristete Ausnahmen beim Lärmschutz ermöglicht, damit Übertragungen im Freien trotz später Spiele grundsätzlich möglich bleiben.

Auch in der Umgebung laufen Planungen. In Kirkel will der Löschbezirk Kirkel-Neuhäusel alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft zeigen – zunächst also die drei Gruppenspiele und, falls Deutschland weiterkommt, auch die K.o.-Spiele. Einlass soll dort jeweils rund zwei Stunden vor Anpfiff sein. Angeboten werden unter anderem Rostwürste, Currywürste und kalte Getränke.

In Bexbach wird das Public Viewing etwas kleiner gedacht. Dort soll das Deutschlandspiel gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni im Rahmen des Blumengartenfestes auf einer großen Leinwand auf der Bühne gezeigt werden. Auch dort gibt es also zumindest zu einem der Vorrundenspiele die Möglichkeit, gemeinsam mitzufiebern.

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In Homburg aber dürfte der Christian-Weber-Platz der zentrale Ort werden, wenn Deutschland spielt. Heute Abend startet die WM erst einmal mit Mexiko gegen Südafrika. Am Sonntag wird es dann aus deutscher Sicht ernst. Ob daraus nur drei Abende werden oder ein langer Fußballsommer, entscheidet sich auf dem Rasen. Träumen darf man vorher trotzdem.

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