Es sei ihr ein stetes Herzensanliegen gewesen, ihren Schülerinnen und Schülern ganz im Sinne Siebenpfeiffers „Selbstbewusstsein, Reflexions- und Kritikfähigkeit“ zu vermitteln: Voll des Lobes zeigte sich Landrat Dr. Theophil Gallo als Vorsitzender der Siebenpfeiffer-über die Arbeit von Angelika Gröneveld-Olthoff. Die Leiterin des Siebenpfeiffer-Gymnasiums in Kusel wurde jetzt in den Ruhestand verabschiedet.

Siebenpfeiffer habe die „Tugend“ Zivilcourage von allen Individuen einer demokratischen Gesellschaft gefordert. In dieser Verpflichtung habe die Direktorin der Schule ihre Funktion wahrgenommen, so Dr. Gallo. Zwischen dem Siebenpfeiffer-Gymnasium und der Siebenpfeiffer-Stiftung werden zahlreiche Kontakte gepflegt, seit die Schule im Jahr 2015 nach dem ersten Homburger „Landcommissär“ benannt wurde. So wird jedes Jahr in enger Kooperation der „Siebenpfeiffer-Abiturpreis“ für besonderes Engagement vergeben.

Den Landkreis Kusel vertritt Landrat Otto Rubly im Vorstand der Siebenpfeiffer-Stiftung – eine Reihe von Orten in diesem Kreis („Kanton“ Waldmohr) gehörte zur pfalz-bayerischen Zeit zum Homburger Landkommissariat. Die Schaffung moderner Schulen und die Reform des Unterrichts bildeten Schwerpunkte in Siebenpfeiffers Amtszeit. Angelika Gröneveld-Olthoff, die coronabedingt nur in einem kleinen Kreis von ihrer Schule verabschiedet werden konnte, bescheinigte Landrat Dr. Gallo, ihre Schülerinnen und Schüler ganz nach Siebenpfeiffers Vorstellungen zu Zivilcourage („Bürgermuth“) und bürgerschaftlicher Haltung angehalten und motiviert zu haben.

Gleichzeitig gratulierte der Stiftungsvorsitzende dem Nachfolger von Angelika Gröneveld-Olthoff an der Spitze der Schule: Marco Schneider übernimmt ab sofort die Leitung des Gymnasiums. Die Zusammenarbeit werde auf jeden Fall weitergeführt, wobei auch der Umgang mit den digitalen Medien zu einem wichtigen Thema werden könnte.

„Siebenpfeiffer war durchaus ein Anhänger technischer Neuerungen. So wie er einst die Erfindung des Buchdrucks als Chance und Meilenstein des Fortschritts bewertete, würde er aktuell wohl auch die Digitalisierung sehen – ohne freilich die Risiken außer Acht zu lassen“, sagte Landrat Gallo. „Fake news“ und „hatespeech“ etwa seien Phänomene der Kommunikationsnetzwerke („social media“), die für Schulen wichtige Arbeitsfelder darstellen. Landrat Dr. Theophil Gallo wünschte dem neuen Schulleiter auch vor dem Hintergrund dieser aktuellen Probleme „eine gute Hand“.

 

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