Symbolbild - KI generiert
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April, April: Wie in den vergangenen Jahren auch, haben wir uns mit diesem Artikel einen kleinen Aprilscherz erlaubt! Mit unserem redaktionellen Beitrag zum 01.April wollen wir immer ein Thema aufgreifen, dass vielleicht gerade aktuell diskutiert wird oder durchaus Inspiration sein kann und für eine Debatte sorgt. Wir hoffen, ihr hattet ein wenig Spaß am lesen! P.S.: Am Ende dieses Artikels haben wir eine Auswahl der vergangenen April-Scherze der Homburg1-Redaktion für euch! Klickt euch durch!

Originaltext: Die Idee klingt zunächst einfach – und könnte doch einiges verändern. In Homburg wird derzeit hinter den Kulissen in einer Zusammenarbeit zwischen Händlern, Gewerbeverein, Stadtmarketing und Politik ein neues Format diskutiert, das die Innenstadt in den Sommermonaten regelmäßig beleben soll. „Langer Donnerstag“ lautet der Arbeitstitel. Dahinter steckt der bewusste Versuch, das, was bisher oft nebeneinander läuft, zusammenzubringen: Einkaufen, Gastronomie und Kultur.

Gedacht ist das Ganze als wiederkehrender Termin in den Sommermonaten – jeweils am letzten Donnerstag eines Monats von Mai bis September. Initiiert wurde das Konzept von Laura Dresch, Inhaberin des Dessousgeschäfts „En Vogue“ in der Homburger Altstadt: „Wir hatten früher immer viele tolle Aktionen, die für ein besonderes Einkaufserlebnis gesorgt haben. Da die Digitalisierung und das Onlineshopping immer mehr überhandnehmen, wollten wir dem etwas entgegensetzen und unseren Kundinnen ein besonderes Erlebnis anbieten, das ihnen der Computer nicht liefern kann.“

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Folglich steht der Einzelhandel im Mittelpunkt. Die Geschäfte in der Innenstadt sollen an diesen Abenden bis 21 Uhr geöffnet bleiben. Es ist kein klassischer Verkaufssonntag, wo meist gebummelt wird – sondern ein normaler „Verkaufstag“, aber eben mit mehr Erlebnis. „Wir merken schon länger, dass klassische Einkaufszeiten nicht mehr für alle passen. Gerade unter der Woche entsteht am Abend eine ganz andere Dynamik.“ Die Idee dahinter: Menschen kommen nach der Arbeit noch einmal in die Stadt – nicht nur zum gezielten Einkaufen, sondern um Zeit zu verbringen. Daher sind die teilnehmenden Geschäfte auch dazu aufgerufen, mit ihren Mitarbeitern gerne auch individuelle Aktionen durchzuführen, um das „Shoppingerlebnis“ zu erweitern.

Symbolbild – KI generiert

Parallel dazu soll die Gastronomie ihren Teil beitragen. Nicht als Einzelaktion, sondern als abgestimmtes Gesamtbild. Terrassen, Bars und Restaurants könnten diesen Donnerstag bewusst als After-Work-Abend spielen. „Viele Gäste kommen ohnehin nach der Arbeit noch in die Stadt. Die Idee ist, daraus ein gemeinsames Erlebnis zu machen“, erklärt Marco Dante, Leiter der Gastronomie Ohlio und Vinoh am Marktplatz. Denn schon jetzt erfreuen sich die After Work Partys im Herzen der Homburger Altstadt großer Beliebtheit. Entscheidend ist dabei weniger das einzelne Angebot als die Summe: eine Innenstadt, die sich an diesen Abenden anders anfühlt.

Auch kulturell ist das Konzept angelegt – allerdings ohne große Bühne. Statt großer mehrköpfiger Bands wird eher an kleinere, atmosphärische Formate gedacht. Musik am Marktplatz etwa, eingebettet in den bestehenden Musiksommer, eher begleitend als dominierend. „Es geht nicht darum, große Events zu ersetzen, sondern eine Grundstimmung zu schaffen,“ erklärt Laura Dresch. Ergänzend wird darüber nachgedacht, einzelne Termine mit zusätzlichen Impulsen zu versehen – etwa durch eine offene Vernissage unter freiem Himmel als Verbindung zur Reihe „ARTmosphäre“. Ein weiterer Baustein könnte ein kleiner Markt an einem der Donnerstage sein – mit regionalen Produkten, Lebensmitteln oder ausgewählten Waren.

Besonderer Clou an den langen Donnerstagen ist ein Konzept, das über die klassische Veranstaltungsidee hinausgeht: Ein gemeinsamer Lieferservice der Händler. Wer im jeweiligen Aktionszeitraum von 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr einkauft, kann seine Waren für einen symbolischen Beitrag von einem Euro nach Hause bringen lassen. Ein Angebot, das den Abend bewusst entlasten soll. „Das wäre ein echter Mehrwert – gerade für alle, die entspannt unterwegs sein wollen.“ Der Versand und die Logistik erfolgt dabei durch die Händler, die mit einer geringen Teilnehmergebühr entsprechendes Personal auf die Beine stellen. „Wir haben die Versandgebühr bewusst niedrig gewählt, da es ein Service sein soll. Gleichzeitig soll unseren Kunden aber bewusst werden, dass hinter diesem Service eben auch ein Aufwand steckt.“

Noch ist nichts offiziell beschlossen, da gerade die Filialisten und Ketten noch Klärungsbedarf haben. Auch sind noch nicht alle Einzelhändler an Bord, sollen aber in den kommenden Wochen von dem Projekt überzeugt werden. Denn klar ist auch: Nur bei einer entsprechend hohen Anzahl an Händlern macht der künftige „Lange Donnerstag“ für alle Beteiligten Sinn. Aber die Gespräche sind weit genug, um zu erkennen, worum es hier eigentlich geht: nicht um ein Event, sondern um Solidarität. Dazu nochmal Laura Dresch: „Ob ich mit meinem Laden oder die Gastronomie – wir können nur miteinander was auf die Beine stellen. Daher auch meine Bitte an alle, sich an diesen Tagen zu beteiligen.“ Daher ist man auch auf der Suche nach Ideen, wie man die Eisenbahnstraße bis hoch zum Rondell und die Karlsbergstraße über die gesamte Länge sinnvoll einbinden kann.

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Wenn es gelingt, diese verschiedenen Elemente zusammenzuführen, könnte der „Lange Donnerstag“ also mehr sein als nur ein weiterer Termin im Kalender. Er wäre ein Versuch, die Innenstadt neu zu denken – nicht als Ort, den man gezielt ansteuert, sondern als Raum, in dem man einfach bleibt.

Frühere Aprilscherze der Homburg1-Redaktion:

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