Symbolbild

Es ist ein Filetstück in der Homburger Innenstadt, welches bisher aus unterschiedlichen Gründen noch keinen Investor so richtig auf den Geschmack gebracht hatte. Das könnte sich nun in der Zukunft ändern: Bis Ende 2023 soll auf dem Enklerplatz eine Markthalle entstehen, die Kulinarik, Event und Shopping miteinander vereint – und damit ein kommendes Aushängeschild für einen Besuch in der Kreisstadt werden kann. 

Dabei ist das Konzept so einfach, wie überzeugend: in eine große überdachte Halle wird alles untergebracht, was modernes Shopping ausmacht. Die Investoren, die sich bis zur Unterzeichnungen der Absichtserklärung in der kommenden Woche noch bedeckt halten wollen, sehen in dem neuen Gebäude drei logische Abschnitte, die ihre Idee von modernem Shopping verkörpern. Heute am 1. April stellen wir euch diese natürlich gerne schon einmal vor.

Im Shopping-Areal sollen Einzelhändler aus dem Bereich Bekleidung Kunden aus der Region anziehen. Dabei wird bei der Auswahl der Geschäftspartner Wert darauf gelegt, das zwar Markenware angeboten werden können, aber innerhalb der Markthalle keine reinen Markenfilialen entstehen. Hintergrund ist das Angebot in Zweibrücken, das mit seinem Outlet-Center genau diese Schiene bedient. Auch Handwerks- und Kunstwaren sollen ihren Platz zukünftig dort finden können. In Synergie mit dem Homburger Wochenmarkt möchten die Investoren auch als übergeordnetes Konzept jährlich die „Homburger Marktwoche“ auf die Beine stellen. In diesen sieben Tagen soll sich ganz Homburg in einen Wochenmarkt verwanden, der sich vom Marktplatz über den Christian-Weber-Platz bis in die Eisenbahnstraße zieht. Durch zwei Bühnen auf den beiden Plätzen und einem ergänzenden Rahmenprogramm wird der Marktwoche ein zusätzlicher Eventcharakter verliehen.

Herzstück soll aber die Kulinarik werden: Frische Fische aus dem Meer, süßes Obst und frisches Gemüse aus der Region und Übersee, leckere Weine aus der ganzen Welt, aber auch traditioneller Gerstensaft aus der Heimat soll in einer Erlebnismeile feil geboten werden. Kulinarische Feinschmecker werden also auf ihre Kosten kommen. Dabei können die Waren nicht nur für die heimische Küche erworben werden, im Zentrum stehen als Verzehrfläche gemütliche Tische und Stühle in einem urigen Ambiente bereit. Dort können auch die Gerichte, die frisch an den Marktständen zubereitet werden, verzehrt werden. Ergänzt wird das Angebot durch eine Eventfläche mit kleiner Bühne. Laut Aussage der Köpfe hinter dem Projekt sei Shopping in der heutigen Zeit immer auch mit Erlebnis verbunden. Musikalische (eher entspannte) Auftritte oder auch Poetry Slams sollen so die Besucherinnen und Besucher vor allem am Wochenende auch für die Ohren und Augen ein Erlebnis bieten. 

Baulich soll sich die Markthalle, ähnlich wie frühere Pläne es vorsahen, über den gesamten Enklerplatz erstrecken. Haupteingangsportal wird das Gebäude des ehemaligen Passage Schreiner werden., auch zur Talstraße soll es einen Eingang geben. Dabei sollte jedoch nicht der Fehler gemacht und unter der Markthalle ein Shoppingcenter verstanden werden. Das Gebäude wird im rustikalen Stil erbaut und unter dem Strich tatsächlich eine große, offene Halle sein. Auf architektonische Highlights wird bewusst verzichtet um den gewünschten rohen Charakter zu erzielen. Durch diese Weise kann je nach Auslastung auch das Innenleben jederzeit umgestaltet werden. 

Im Gespräch mit HOMBURG1 betonen die Investoren, dass die Markthalle eine Ergänzung der Innenstadt sein soll, keine Konkurrenz. So steht ein Teil der Fläche bewusst dem bestehenden Einzelhandel zur Verfügung, die eine Auswahl ihres Sortiments dort anbieten können. Betrieben wird dieser Bereich durch die Investoren selbst, die sich um Anlieferung der Waren vom lokalen Handel, Verkauf und Personal kümmern. Während der Umsatz durch den Verkauf wieder an den Einzelhandel zurückgezahlt werden soll, sollen die Personalkosten durch eine geringe Miete der Auslagefläche kompensiert werden. Über die Miete wird auch ein Lieferdienst finanziert, der den Shopping-Kunden ihre Ware nach Hause schickt, wenn sie ihre Einkaufstour ohne schwere Taschen an den Armen genießen wollen. Auch wenn sich die Macher noch im Hintergrund halten wollen, ein Zitat haben sie zur Veröffentlichung frei gegeben: „Wir wollen mit der Markthalle den lokalen Einzelhandel stärken und mit unserem Konzept alle interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bieten, sich zu beteiligen. Mit einem solidarischen Miteinander können wir Homburg gemeinsam voranbringen.“

Das zeigt auch das Geschäftsmodell: Die Markthalle Homburg ist kein gewinnorientiertes Unternehmen, sondern wird als Genossenschaft organisiert und betrieben. Und hier kommt der Clou: Interessierte Einzelhändler – aber auch Bürger oder Unternehmen – können selbst Mitglied in der Genossenschaft werden und damit auch Teil einer modernen Shopping-Zukunft für Homburg.

Ach und übrigens: Wir wünschen einen schönen 1. April.

#aprilscherz

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